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Niedersachsen Förderung für große Dachanlagen schrumpft
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Förderung für große Dachanlagen schrumpft
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14:27 02.11.2018
Die Förderung von Solaranlagen soll sinken. Quelle: dpa
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Hannover

Die Bundesregierung will die Förderung von neuen Solarstrom-Anlagen auf Gebäuden zum Jahreswechsel um 20 Prozent kürzen. Die Preise für Photovoltaik-Module seien zuletzt stark gesunken, heißt es in einem Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums zum Energiesammelgesetz: „Dies hat zu einer Überförderungssituation von größeren Photovoltaik-Dachanlagen geführt.“ Das verstoße gegen die Beihilfe-Richtlinien der Europäischen Union.

Die geplanten Kürzungen gelten für neue Dachanlagen mit einer Leistung zwischen 40 und 750 Kilowatt. Diese werden nicht auf Einfamilienhäusern installiert, sondern auf größeren Gebäuden wie Rathäusern oder Schulen. Als Gründe für den Preisverfall für die Photovoltaikmodule nennt das Ministerium ein Überangebot auf dem Weltmarkt und das Auslaufen der EU-Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle auf Importe aus China.

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Der Bundesverband Solarwirtschaft hält die Einschnitte für überzogen. „Das ist ein Anschlag auf die Energiewende“, erklärte Hauptgeschäftsführer Carsten König am Freitag. Nach Berechnungen des Verbandes werde etwa die Hälfte der jährlich neu installierten Photovoltaik-Leistung von dieser Kürzung betroffen sein. Gerade diese Segmente trügen dazu bei, dass im laufenden Jahr das von der Bunderegierung definierte Ziel eines Zubaus von 2,5 Gigawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung erstmals seit 2013 wieder erreicht werde, hieß es.

Nach Einschätzung des Verbandes hätte die ohnehin vorgeschriebene Absenkung der Vergütungssätze in den kommenden Monaten zu einer „maßvollen Anpassung“ in den nächsten Monaten geführt. Die nun geplante Förderkürzung greife hingegen angesichts der kurzen Vorwarnung in die Planungssicherheit der Handwerksbetriebe ein. Das führe dazu, dass sich viele Vertragsverpflichtungen und Finanzierungen nicht mehr erfüllen ließen. In Einzelfällen könne das sogar zur Insolvenz von Installationsbetrieben führen, teilte der Verband mit..

Von Jens Heitmann

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