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Niedersachsen Anleger verklagen Nord/LB
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Anleger verklagen Nord/LB
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07:45 24.01.2014
Von Albrecht Scheuermann
Die Nord/LB gehört zu Deutschlands größten Schiffsfinanzierern. Quelle: dpa
Hannover

Die Nord/LB weist die Vorwürfe zurück, über die das „Manager Magazin“ berichtet. Bei der Klage geht es um die beiden Schiffe MS Pride of Madrid und MS Pride of Paris. Das Hamburger Fondshaus Ownership hatte 2006 beziehungsweise 2007 das dafür nötige Eigenkapital von etwa 18 Millionen Euro bei 700 Anlegern eingeworben. An der Finanzierung war außerdem die Nord/LB mit Darlehen von insgesamt rund 28 Millionen Euro beteiligt. Die beiden Schiffe fuhren dann für die Bremer Beluga-Reederei, die Anfang 2011 spektakulär in die Pleite rutschte. Gegen ihren Eigentümer Nils Stolberg wird seitdem wegen des Verdachts des Betrugs, der Untreue und der Bilanzfälschung ermittelt.

Mit dem Beluga-Zusammenbruch verloren die beiden Schiffe ihre Einnahmen, sodass auch Tilgungs- und Zinsraten an die Nord/LB nicht mehr vereinbarungsgemäß flossen. Es kam zu Verhandlungen über eine Restrukturierung zwischen den beiden Schiffsgesellschaften und der Bank. Die Anleger sollten neues Geld einschießen, die Bank Zugeständnisse bei den Krediten machen. Ein unterschriftsreifer Vertrag platzte jedoch in letzter Minute. Die Nord/LB stellte die Darlehen fällig, es kam daraufhin zur Insolvenz der beiden Schiffsfonds.

Eine Gruppe von 440 Anlegern und Vertriebspartnern von Ownership hat sich nun zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, um die Bank auf Schadensersatz zu verklagen: Sie werfen ihr vor, die Kredite zur Unzeit gekündigt und dadurch die Fonds ruiniert zu haben. Die Bank weist dies zurück. „Wir halten die Vorwürfe nicht für gerechtfertigt“, sagte ein Sprecher. Dass die Rettungsbemühungen scheiterten, habe nicht die Bank zu vertreten. Genauere Angaben dazu wollte der Sprecher aber nicht machen.

Ein Sprecher des Landgerichts Hannover bestätigte den Eingang der Klage (Az.: 4 O 348/13). Der Verhandlungstermin werde demnächst festgelegt, er dürfte im kommenden Sommer liegen. Die Kläger richten sich offenbar auf einen langen Rechtsstreit ein. Sie haben nach Informationen des „Manager Magazins“ für das Verfahren gegen die Nord/LB rund eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt.

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