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Niedersachsen Sonne der guten Konjunktur strahlt über Niedersachsen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Sonne der guten Konjunktur strahlt über Niedersachsen
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11:01 01.10.2011
Die Geschäfte in Niedersachsen laufen blendend. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Die Konjunktur sei in einer Gefahrenzone, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, Wilfried Prewo, am Freitag. Tatsächliche Anzeichen für eine Rezession gebe es aber nicht. Vorerst überwögen die Wachstumskräfte. Die Firmen planten weiterhin zusätzliche Investitionen und mehr Beschäftigung – wenn auch weniger als zuletzt.

Die Geschäftslage sei bisher „äußerst stabil“, sagte Prewo. Manche Unternehmen hätten Mühe, alle Aufträge zu bewältigen. „Es brummt wie verrückt.“ Mehr als 90 Prozent der Unternehmen beurteilten im Herbst ihre Situation als gut oder zumindest befriedigend.

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Was jedoch die weitere Geschäftsentwicklung der Wirtschaft betrifft, nimmt die Skepsis zu. Erwarteten im zweiten Quartal noch 28 Prozent der Firmen eine weitere Verbesserung ihrer Geschäfte, so gilt dies nun für jedes fünfte Unternehmen. Ebenfalls jede fünfte Firma rechnet mit einer schlechteren Entwicklung. Im vorigen Quartal waren es 11 Prozent. Es gebe ein „Patt zwischen positiven und negativen Aussichten, erklärte Prewo. Der Konjunkturklimaindikator der Kammern verringerte sich gegenüber dem Vorquartal von 127 auf 117 Punkte. Er liegt aber deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Die niedersächsische Wirtschaft wird nach Prewos Einschätzung in diesem Jahr um etwa 2,5 Prozent wachsen. Eine hohe Beschäftigung, ein gutes Auslandsgeschäft und eine robuste Binnennachfrage ließen auch weiterhin ein – wenn auch moderateres – Wirtschaftswachstum erwarten. In der Industrie sei der Aufschwung intakt. 26 Prozent der Industriebetriebe wollen der Umfrage zufolge mehr investieren – nach 37 Prozent im Vorquartal. Auch im Einzelhandel dominiert Optimismus: 86 Prozent der Händler nehmen an, dass im kommenden Jahr die Umsätze steigen oder zumindest gleich bleiben.

Wie es mit der Konjunktur weitergeht, hänge davon ab, ob bald eine tragfähige Lösung für die Schuldenprobleme in der Euro-Zone gefunden werden könnten, betonte Prewo. Die damit verbundenen Gefahren hingen „wie ein Damoklesschwert über den Konjunkturkurven“. Bisher hätten die Politiker nur Zeit gewonnen. Griechenland werde um einen Schuldenschnitt nicht herumkommen. Durch den Austritt aus der Euro-Zone und eine Abwertung seiner Währung könne das Land wettbewerbsfähiger werden.

dl

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