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Niedersachsen Sparda-Bank schließt Depots
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Sparda-Bank schließt Depots
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08:19 08.05.2015
Von Albrecht Scheuermann
Die Sparda-Bank Hannover stellt das Depot-Geschäft ein. Quelle: dpa
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Hannover

„Ein eigenes Wertpapierdepot bietet die Sparda-Bank Hannover in Zukunft nicht mehr an“, teilte das Institut mit. Jetzt werden die betroffenen Kunden angeschrieben. Sie können künftig ihre Wertpapiergeschäfte über eine neue Tochter der DZ-Bank abwickeln.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Andreas Dill haben gut 10 000 Kunden ein Wertpapierdepot bei der Sparda-Bank Hannover. Allerdings gebe es unter ihnen nur wenige, die aktiv mit Aktien, Anleihen oder sonstigen Wertpapieren handeln. „Das reicht nicht aus, um rentabel zu arbeiten.“ Eine Wertpapierberatung bietet die Bank deshalb ohnehin nicht mehr an – abgesehen von Fonds. Schwerpunkt der genossenschaftlichen Sparda-Banken ist traditionell das Geschäft mit Spareinlagen. Das relativ kleine Wertpapiergeschäft soll künftig zentral organisiert werden. „Wir wollen unsere Kräfte mit dem Geno Broker bündeln, um den Kunden einen noch professionelleren Service bieten zu können“, sagte Joachim Wuermeling, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Sparda-Banken.

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Geno Broker ist eine Tochter der DZ-Bank, des Spitzeninstituts der deutschen Genossenschaftsbanken. Sparda-Kunden können zum 1. Juli ihre Wertpapierdepots zum Geno Broker transferieren. Nach Angaben von Dill entstehen dafür keine Kosten. Die Mitarbeiter der Bank würden die Kunden bei den notwendigen Formalitäten unterstützen. Im Fondsgeschäft ändert sich nichts. Hier bietet die Sparda-Bank Hannover weiterhin Fonds der Union Investmentgesellschaft an.

Die Sparda ist nach eigenen Angaben mit mehr als 330.000 Kunden eine der größten Genossenschaftsbanken im Norden. Die Gruppe der zwölf deutschen Sparda-Banken kommt insgesamt auf 4 Millionen Kunden.

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