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Niedersachsen Standort Hannover verliert an Bedeutung
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00:17 23.11.2015
Von Jens Heitmann
Der Energiekonzern Eon zerlegt sich zum Jahresbeginn selbst. Quelle: dpa
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Hannover

Wie aus dem Unternehmen verlautet, kümmern sich die verbleibenden rund 1000 Mitarbeiter künftig nur noch um die Abwicklung und den Rückbau der Atomkraftwerke sowie die Pflege der IT-Landschaft einzelner Unternehmensteile. Noch immer aber seien nicht alle Details geklärt, hieß es in Düsseldorf.

Der Energiekonzern zerlegt sich zum Jahresbeginn selbst: Als Eon firmiert künftig jener Teil, der sich auf Ökostrom, Stromnetze und den Vertrieb konzentriert. Das Unternehmen soll 40 000 Mitarbeiter zählen und seinen Sitz in Essen haben. In die alte Konzernzentrale in Düsseldorf zieht unter dem Namen Uniper jene Gesellschaft, die künftig nur Kohle- und Gaskraftwerke betreibt - mit 20 000 Beschäftigten. Ursprünglich sollte Uniper auch für die Atommeiler zuständig sein; nach der Intervention der Bundesregierung hat der Konzern diese Pläne jedoch rückgängig gemacht.

Für die Kernkraftwerke hat Eon die alte Marke PreussenElektra reaktiviert. Unter diesem Namen will der Konzern den Ausstieg aus diesem Geschäftsfeld managen - 2022 geht der letzte Nuklearmeiler vom Netz. Für diese Aufgabe hat der Konzern auf dem hannoverschen Mühlenberg dem Vernehmen nach 250 Mitarbeiter vorgesehen. Rund 50 Beschäftigte, die derzeit noch für die Steuerung konventioneller Anlagen zuständig sind, müssten nach Düsseldorf umziehen, hieß es.

Die frühere Hastra-Zentrale bleibt Sitz der Eon Business Services (EBS); in der Tochter hat der Konzern Querschnittsaufgaben in der Datenverarbeitung, im Controlling und in der Personalverwaltung gebündelt. Aktuell sind hier rund 640 Mitarbeiter tätig. Daran werde sich zunächst auch nichts ändern, hieß es. Die ähnlich klingende EBS Hannover GmbH hingegen - sie ist für die Personalabrechnungen der neuen Einheiten PreussenElektra und Uniper zuständig - steht offenbar vor Veränderungen. Von den aktuell 250 Beschäftigten sollen bis Ende nächsten Jahres nur 170 übrig bleiben; Eon wolle bis zu 60 Stellen nach Berlin verlagern, weil dort ein Teil des Abrechnungswesens zentralisiert werde, hieß es.

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