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Niedersachsen Tui sagt alle Reisen nach Ägypten ab
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14:47 16.08.2013
Die Bundesregierung rät angesichts der blutigen Unruhen in Ägypten von Reisen in das ganze Land ab. Quelle: dpa
Hannover

Die Reisekonzerne TUI, Thomas Cook und Alltours streichen nach den jüngsten Gewaltausbrüchen in Ägypten vorerst alle Reisen in das Land. Sämtliche Urlaubsreisen von Deutschland nach Ägypten seien bis einschließlich 15. September abgesagt, teilten die drei Firmen am Freitag mit. Mit den Annullierungen reagieren die Unternehmen auf die neue Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes, das vor Reisen in das Land abrät. Kunden, deren Reise bevorstehe, könnten auf andere Ziele umbuchen, hieß es. Bei TUI betreffe die Absage auch die Marken 1-2-FLY, Airtours und Discount Travel. Urlauber, die sich derzeit in den Baderegionen am Roten Meer befinden, könnten ihren Urlaub fortsetzen, da es in den Ferienregionen unverändert ruhig sei, erklärte TUI Deutschland  Abreisewillige sollten sich an die Reiseleitung vor Ort wenden, hieß es. Derzeit urlauben mit TUI etwa 6000 Deutsche in Badeorten am Roten Meer.Die Lufthansa lässt sich nicht abschrecken. Da der Flughafen von Kairo vom Auswärtigen Amt als sicher eingestuft werde, fliege die Airline die ägyptische Hauptstadt wie gehabt von Frankfurt und München an, sagte eine Konzernsprecherin.

Die Bundesregierung rät angesichts der blutigen Unruhen in Ägypten von Reisen in das ganze Land ab. Das gelte auch für die bei deutschen Urlaubern beliebten Badeorte am Roten Meer, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. "Aufgrund der aktuellen Lage und der unvorhersehbaren Entwicklungen müssen wir von Ägypten-Reisen dringend abraten." Für den Norden der Sinai-Halbinsel sowie die Grenzgebiete zu Israel gilt weiter eine Teilreisewarnung. In den Touristengebieten am Roten Meer könne derzeit noch von einer ruhigeren Lage gesprochen werden, sagte der Ministeriumssprecher. Die weitere Entwicklung im Land sei aber unkalkulierbar. Daher sei auch für Touristen für ganz Ägypten ausdrücklich der Rat formuliert worden, nicht zu reisen.Schon zuvor hatte die Regierung von Reisen nach Kairo und einige Nil-Städte, darunter auch die Touristen-Hochburgen Luxor und Assuan abgeraten. Die Lage in dem nordafrikanischen Land hat sich nach der gewaltsamen Räumung von zwei Protestlagern der Muslimbrüder massiv verschärft, die dem gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi nahe stehen. Für Freitag werden weitere Massenproteste erwartet.

dpa/rtr/rs

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