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Niedersachsen Verdi fordert 1 Euro mehr pro Stunde für Verkäuferinnen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Verdi fordert 1 Euro mehr pro Stunde für Verkäuferinnen
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14:59 21.03.2019
Geschäfte in der hannoverschen Innenstadt: Nur ungefähr ein Drittel der Händler in Niedersachsen ist tarifgebunden. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel in Niedersachsen eine Lohnerhöhung von 1 Euro pro Stunde. Das habe die Tarifkommission beschlossen, sagte Fachbereichsleiterin Sabine Gatz am Donnerstag. Man fordere ausdrücklich 1 Euro pro Stunde mehr, weil davon die unteren Einkommensgruppen stärker profitierten als die höheren. Das sei eine „soziale Komponente“. Umgerechnet entspreche die Forderung einem Plus von 6,3 Prozent für eine Verkäuferin ab dem siebten Berufsjahr.

Allein in Niedersachsen sind 320.000 Menschen im Einzelhandel beschäftigt. Doch nur rund ein Drittel von ihnen arbeitet bei tarifgebundenen Händlern. Einige Firmen überweisen freiwillig Tariflöhne, viele zahlen aber weniger. „Die Tarifverträge des Einzelhandels sollten für allgemeinverbindlich erklärt werden, um so gegen das Lohndumping in der Branche vorzugehen“, forderte Gatz.

Altersarmut trotz Job

Viele Verkäuferinnen müssen sogar trotz Tariflohn mit Altersarmut rechnen, auch aufgrund der hohen Teilzeitquote. „Für manche reicht es nicht, um im Alter über die Grenzen der gesetzlichen Grundsicherung zu kommen“, sagte Gatz. Verdi fordert deshalb auch ein tarifliches Mindesteinkommen von 2100 Euro pro Monat.

Die Tarifverhandlungen beginnen in den nächsten Wochen. Einen Termin für die erste Runde gibt es aber noch nicht. Im Jahr 2017 hatten Verdi und die Arbeitgeber sich auf Lohnsteigerungen von 2,3 Prozent 2017 und weitere 2 Prozent 2018 geeinigt. Wie 2017 ist auch in diesem Jahr wieder mit Streiks der Verkäufer in der hannoverschen Innenstadt zu rechnen.

Von Christian Wölbert

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