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Niedersachsen Teure Tier-OPs und Smartphones treiben Kosten
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Teure Tier-OPs und Smartphones treiben Kosten
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16:41 26.03.2015
Von Lars Ruzic
Lässt sich versichern: Das Smartphone, das den Deutschen lieb und teuer ist. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Inzwischen müssen sie bei jedem dritten versicherten Smartphone für Schäden aufkommen. Und bei der Krankenversicherung für Tiere treiben teure Operationen für Moderassen die Kosten. „Die Aufwendungen steigen beständig“, sagte Wertgarantie-Chef Thomas Schröder bei der Bilanzvorlage in Hannover.

Für Versicherungsfälle hat das Familienunternehmen im vergangenen Jahr mit 114 Millionen Euro gut 14 Prozent mehr ausgeben müssen. Allein in den vergangenen vier Jahren stiegen die Aufwendungen hier um 53 Prozent. Die Beitragseinnahmen legten im selben Zeitraum nur um 46 Prozent auf 188 Millionen Euro zu. Rechnet man Schäden und sonstige Kosten zusammen, erreichten sie im vergangenen Jahr 92 Prozent der Einnahmen. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als 2013. Damit könne man „noch ganz gut leben“, so Schröder. Mittelfristig will er aber wieder bei 90 Prozent landen.

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Helfen könnte dem 525 Mitarbeiter starken Konzern mit Sitz am Aegidientorplatz dabei, dass inzwischen auch bei Smartphones ein Preisverfall eingesetzt hat. Anfangs hatten die Hannoveraner fast nur iPhone-Besitzer unter ihren Kunden, inzwischen ist Apple auf dem Markt aber nur noch ein Spieler unter vielen. Und die Geräte der koreanischen oder chinesischen Konkurrenz sind deutlich günstiger - in der Anschaffung und im Schadensfall. Ähnlich verhalte es sich auch bei Tablet-PCs, berichtete Schröder.

Deutlich schwieriger ist es, den ausufernden Kosten in der Tierkrankenversicherung Einhalt zu gebieten. Sie machen bei der Tochter Agila schon jetzt 98 Prozent der Beitragseinnahmen aus. Im vergangenen Jahr habe man deshalb schon die Preise spürbar anheben müssen. Vom künstlichen Hüftgelenk bis zum chirurgischen Eingriff gegen das Schnarchen gebe es bei Hunden und Katzen inzwischen vieles, „was uns viel Geld kostet“, so der Firmenchef.

In diesem Jahr will Schröder bei den Beitragseinnahmen erstmals die Marke von 200 Millionen Euro überspringen. Der Nettogewinn von 12 Millionen Euro aus 2014 werde sich aber nicht wiederholen lassen, meinte Schröder. Eine Rückerstattung von Hannover Rück hatte das Ergebnis aufgebläht. Rund 5 Millionen Euro davon schüttet Wertgarantie an die Inhaberfamilie Jodexnis aus.

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