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Niedersachsen Tui dämmt Verluste nach Tui-Travel-Übernahme ein
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Tui dämmt Verluste nach Tui-Travel-Übernahme ein
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13:26 13.05.2015
Reisekonzern Tui kann gute Zahlen vorlegen. Quelle: dpa
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Hannover

Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende März fiel der saisontypische Verlust bei Tui unter dem Strich mit 97 Millionen Euro um gut 19 Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor, wie der Mutterkonzern von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und den Robinson Clubs am Mittwoch in Hannover mitteilte. Der Umsatz kletterte getrieben vom schwachen Euro um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Konzernchefs Fritz Joussen und Peter Long wollen nun mit flacheren Hierarchien und einer neuer Aufteilung der Quellmärkte auf Wachstum umschalten.

Zum geringeren Verlust trug in den ersten drei Monaten nach der Komplettübernahme von Tui Travel der Verkauf eines Riu-Hotels bei. Trennen will sich der Konzern auch von dem britischen Hotelzimmer-Vermarkter LateRooms. Die früher zu Tui Travel gehörenden Hotels werden künftig gemeinsam mit den Tui-Hotelmarken wie Riu, Robinson, Grecotel und Grupotel geführt.

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Tui will dezentraler werden

Unterdessen verzahnt der Reisekonzern seine Geschäftsbereiche enger und strafft seine Führungsebene. Verlierer der Rochade an der Spitze ist der stellvertretende Vorstandschef Johan Lundgren. Der Schwede scheidet zum Monatsende aus – offiziell auf eigenen Wunsch. „Wir konzentrieren uns jetzt darauf, die Tui auf Wachstum auszurichten, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Profitabilität zu steigern“, erklärte Co-Vorstandschef Friedrich Joussen am Dienstag nach einer Aufsichtsratssitzung.

Der Konzern teilt sein touristisches Geschäft künftig in drei Regionen ein. Für Zentraleuropa ist der Joussen-Vertraute Sebastian Ebel zuständig. Damit werde der Veranstalter Tui Deutschland, der auch weiterhin das Tagesgeschäft auf seinem Heimatmarkt, in Österreich, Polen und der Schweiz steuert, an eine deutlich kürzere Leine gelegt, hieß es gestern in Hannover. Parallel dazu ist Ebel weiterhin für die Sparte Tui Hotels & Resorts, die Kreuzfahrtgesellschaften sowie die IT zuständig.

jen/dpa

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