Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen „Tui ist kerngesund“: Reisekonzern gegen strengere Regeln bei Haftung für Pauschalreisen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen

„Tui ist kerngesund“: Reisekonzern gegen strengere Regeln bei Haftung für Pauschalreisen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
10:44 31.12.2019
Nach der Insolvenz des Branchenriesen Thomas Cook wird über eine höhere Haftungsgrenze diskutiert. Die Tui wehrt sich dagegen. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Anzeige
Hannover

Der weltgrößte Reisekonzern Tui aus Hannover hat sich gegen strengere Haftungsregeln für Pauschalreisen ausgesprochen. Müssten sich die Reiseveranstalter besser gegen Insolvenzen absichern als bisher, würden die Preise für Pauschalreisen gegenüber individuell gebuchten Reisen ohne jegliche Absicherung steigen, sagte Tui-Deutschlandchef Marek Andryszak den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Dann würden immer mehr Kunden sagen: Die Pauschalreise ist mir zu teuer. Es gibt wirklich kaum einen Kauf, der so gut abgesichert ist wie die Pauschalreise.“

Nach der Insolvenz des Branchenriesen Thomas Cook wird über eine höhere Haftungsgrenze diskutiert. Die bisherige gesetzliche Sicherung für Pauschalurlaube ist in Deutschland auf 110 Millionen Euro pro Versicherer gedeckelt. Die Schadenssumme im Zuge der Thomas-Cook-Insolvenz lag allerdings deutlich über der versicherten Summe. Die Bundesregierung greift betroffenen Pauschalurlaubern nun mit Steuergeld finanziell unter die Arme.

Tui ist kerngesund“

Tui-Manager Andryszak sagte, wenn er sich die Struktur des verbleibenden Reisemarktes ohne Thomas Cook anschaue, erwarte er in den nächsten Jahren keinen weiteren Zwischenfall in dieser Größenordnung: „Die TUI ist ein kerngesundes Unternehmen und die bestehende Versicherung aus unserer Sicht ausreichend.“ Die Pleite des Wettbewerbers Thomas Cook sei ein „Spezialfall“.

Lesen Sie mehr

Von RND/lni

Das Börsenjahr in Hannover ist zu Ende: Die Bilanz bei der sogenannten Jahresabschlussbörse am Montag fiel optimistisch aus. Eine leichte Bewegung nach oben prognostizierte Hinrich Holm, der Vorsitzende des Börsenrats der Niedersächsischen Börse beim letzten Handelstag.

30.12.2019

Im Rahmen des Abgasskandals bei Volkswagen entschädigt der Konzern nun den österreichischen Staat. Darauf einigten sich beide Parteien. In dem Streit ging es um die Wertminderung an etwa 2100 VW-Dieselfahrzeugen der österreichischen Polizei.

28.12.2019

Die Produktion von Elektroautos soll bei VW noch schneller voranschreiten als ursprünglich geplant. Das Ziel von einer Millionen hergestellten E-Autos will der Autobauer schon zwei Jahre eher erreichen. Damit will VW einen Konkurrenten in der Branche abhängen.

27.12.2019