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Niedersachsen Tui muss bei Fusionsplänen nachrechnen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Tui muss bei Fusionsplänen nachrechnen
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09:38 13.08.2014
Die Tui Ag und Tui Travel wollen fusionieren. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Der geplante Zusammenschluss der Hannoveraner Tui AG mit der britischen Tochter Tui Travel liegt nach Betriebsrats-Angaben voll im Zeitplan. Allerdings soll beim Wert der möglichen Einspareffekte offenbar nachgebessert werden, um vor allem die britischen Aktionäre zu überzeugen. "Wir rechnen mit weiteren Einsparmaßnahmen - aber wir lehnen es ab, dass die Beschäftigten unter den Fusionsplänen leiden", sagte der Konzern-Betriebsratschef und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Frank Jakobi der Nachrichtenagentur dpa. In der Belegschaft seien die Fusionspläne positiv aufgenommen worden. Europas größter Reisekonzern plant, seine Londoner Tochter Tui Travel komplett unters Konzerndach zu holen und so eine komplizierte Doppelstruktur abzubauen. Die Fusion soll im Herbst über die Bühne gehen und Dutzende Millionen Euro einsparen helfen.

Am 25. Oktober soll eine außerordentliche Hauptversammlung die Pläne absegnen. "Da wird Mordaschow eine ganz erhebliche Rolle spielen", so Jakobi. Der größte Einzelaktionär der Tui AG, Alexej Mordaschow, hatte seine Unterstützung für die geplante Fusion bereits signalisiert. Der russische Investor hält rund 26 Prozent an dem hannoverschen MDax-Konzern und besitzt damit ein Vetorecht. Der Zusammenschluss soll ausschließlich über die Ausgabe neuer Tui-Aktien an die heutigen Minderheitsaktionäre von Tui Travel erfolgen. Eine zusätzliche Prämie für sie ist nicht geplant. Die Tui-Holding hält 54,5 Prozent an der von Peter Long geführten Tochter Tui Travel, hat aber dennoch bisher kaum Zugriff auf sie. 75 Prozent der unabhängigen britischen Aktionäre müssten der Fusion zustimmen.

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dpa

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