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Niedersachsen VW-Betriebsrat sieht Jobs in Gefahr
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW-Betriebsrat sieht Jobs in Gefahr
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21:54 25.01.2016
Von Lars Ruzic
Die Arbeitsabläufe bei der Marke VW sollen produktiver werden – nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Verwaltung. 
Die Arbeitsabläufe bei der Marke VW sollen produktiver werden – nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Verwaltung.  Quelle: dpa
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Diese Zahl sei ohne Stellenabbau nicht zu erreichen, warnte Osterloh in einem Interview mit dem IG-Metall-Hausmagazin bei Volkswagen.

Die Vorgabe sei mit dem Betriebsrat nicht vereinbart, er halte das Ziel auch für unrealistisch, sagte der 59-Jährige. „Unsere Kollegen bohren ja nicht in der Nase. Und einer weiteren Leistungsverdichtung werden wir nicht zustimmen.“ Gerade im Angestelltenbereich – also bei Entwicklung, Einkauf, Vertrieb und Verwaltung – würden Produktivitätssteigerungen in dem Ausmaß zulasten von Arbeitsplätzen gehen. Dies könne entweder die eigenen Beschäftigten treffen oder die zu Tausenden im Konzern arbeitenden Berater – etwa in der Entwicklung. Letztere hatte Osterloh allerdings vor einiger Zeit schon selbst als mögliche Einspargröße ausgemacht.

Effizienzverbesserungen werden bei Volkswagen schon länger diskutiert. Die Arbeitnehmerseite hatte noch zu Zeiten des im Zuge des Diesel-Skandals zurückgetretenen Konzernchefs Martin Winterkorn einen 460 Seiten dicken Ordner mit Vorschlägen dazu eingereicht. Das Ziel von 5 Milliarden Euro Effizienzverbesserungen könne man leicht übertreffen, sagte Osterloh damals. Nach dem Skandal und dessen milliardenschweren Folgekosten hat der Konzern die Zügel allerdings angezogen.

Die Kernmarke VW Pkw soll nun ein 12-Punkte-Programm schneller voranbringen. Diess spricht schon länger von einem „New Volkswagen“, in dem die Marke zu einem Mobilitätsanbieter rund um elektrische, voll vernetzte Fahrzeuge weiterentwickelt werden soll. Die Pläne sehen unter anderem eine schlankere Struktur vor, die Eigenverantwortlichkeit und Unternehmertum stärken soll. Dazu hatte Diess unlängst vier Topmanager präsentiert, die an der Spitze von Modellfamilien stehen sollen. Das habe bislang nur „riesige Verwirbelungen“ erzeugt, kritisierte Osterloh, „weil noch nicht einmal den beteiligten Bereichen klar ist, wie das genau funktionieren soll“. Vieles sei nur an-, aber noch nicht zu Ende gedacht. 

Die Belegschaft werde bei den Plänen zudem nicht ausreichend miteinbezogen. „Beim Mitnehmen der Menschen muss er dazulernen“, forderte Osterloh von Diess. Bislang schaffe das 12-Punkte-Programm vor allem Unruhe.

Von dem Strategiepaket sind eher Allgemeinplätze bekannt – Volkswagen will sie in den kommenden Monaten mit Detailplänen hinterlegen. Unter anderem soll die Markenpositionierung in wichtigen Märkten überdacht werden. In Regionen mit besonderem Wachstumspotenzial – wie Asien, Südamerika und Afrika – sollen spezielle Teams den Marktzugang verbessern. Zudem soll das Management am Ort mehr Entscheidungsgewalt bekommen.

Insgesamt sollen die Entscheidungsprozesse beschleunigt, Gremien und Ausschüsse verringert, Bürokratie und Doppelarbeit abgebaut werden. „Alle Kosten und Standards werden auf den Prüfstand gestellt“, heißt es. „Sparsamkeit ist ein wichtiges Gebot.“

Darüber hinaus sollen die Manager der Marke VW eine Nachfolge für die Strategie „Mach 18“ entwickeln, nach der die Wolfsburger bis 2018 der größte und profitabelste Autobauer der Welt sein wollten.

dpa

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