Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen VW-Chef Winterkorn hat bei Führungskräften besten Ruf
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW-Chef Winterkorn hat bei Führungskräften besten Ruf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:37 02.01.2011
VW-Chef Martin Winterkorn erzielt beim Image-Ranking einen Spitzenplatz mit deutlichem Abstand. Quelle: dpa (Archiv)
Anzeige

VW-Chef Martin Winterkorn genießt bei Führungskräften weiter das höchste Ansehen unter den wichtigsten Konzernlenkern in Deutschland. Mit einer Schulnote von 2,1 verteidigte Winterkorn bei der Umfrage „Manager nach Noten“ des Wiesbadener Unternehmensberaters und IT-Dienstleisters Manfred Niedner seinen Spitzenplatz mit deutlichem Abstand. „Winterkorn wird zugutegehalten, dass er den extrem komplexen VW-Konzern im Griff hat uns konsequent die Vision verfolgt, weltweit die Nummer eins zu werden“, erklärte Niedner.

Sein Unternehmen MC IT Solutions befragt alle sechs Monate 1000 deutsche Führungskräfte nach ihren Einschätzungen zu 15 ausgewählten Vorstandsvorsitzenden. Für ihre Leistungen werden Schulnoten von 1 bis 6 vergeben.

Anzeige

Auf Platz zwei des Image-Rankings landete dieses Mal Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Er verbesserte sich von Note 3,2 auf 2,4 und rückte damit zugleich um einen Platz nach vorne. „Aus der einstigen Reizfigur ist in kurzer Zeit eine hoch angesehene Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft geworden“, erklärte Niedner. Noch im Juli 2009, also mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise, rangierte Ackermann mit der Note 4,1 auf dem vorletzten Platz bei der Umfrage.

Platz drei der Rangliste belegte Daimler-Chef Dieter Zetsche, der eine Verbesserung von der Note 3,4 auf 2,5 schaffte. Niedner führte den Sprung darauf zurück, dass der Autobauer geschäftlich die Wende geschafft habe. Insgesamt konnten 11 der 15 Manager ihre Noten im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im Juli verbessern. Bahn-Chef Rüdiger Grube dagegen rutschte von der Note 3,3 auf eine 3,9 ab und war damals erstmals Schlusslicht bei „Manager nach Noten“. „Grube bekommt damit eindeutig die Quittung für das PR-Desaster um „Stuttgart 21““, erklärte Niedner. „Er hat zu lange an unpopulären Positionen festgehalten, selbst wenn er formal im Recht war.“

dpa