Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen VW kann sich auch eine Übernahme von Suzuki vorstellen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW kann sich auch eine Übernahme von Suzuki vorstellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:34 18.09.2011
Für VW ist angeblich auch eine Übernahme von Suzuki eine Option. Quelle: dpa
Anzeige
Wolfsburg/Hannover

Für Europas größten Autobauer ist laut einem Bericht des „Spiegels“ auch eine Übernahme der Japaner eine Option. Hintergrund ist der aktuelle Streit über die 19,9-Prozent-Beteiligung der Wolfsburger an Suzuki.

Die Japaner könnten zwar den Vertrag über die Zusammenarbeit mit VW kündigen, schreibt das Magazin. Damit würde aber auch ein Passus ungültig, nach dem VW seinen Anteil an Suzuki nur mit dessen Zustimmung erhöhen dürfe. Damit wäre der Weg, eine Mehrheit an Suzuki zu übernehmen, frei: „Ich schließe diese Möglichkeit nicht aus“, zitiert der „Spiegel“ einen Topmanager. VW hält derzeit 19,9 Prozent der Aktien von Suzuki.

Anzeige

Eine Mehrheitsübernahme sei auch schon vor Beginn der Zusammenarbeit im Gespräch gewesen, heißt es in dem Bericht. Demnach war angedacht, dass die Japaner für VW eine zentrale Rolle übernehmen: Der VW-Konzern wollte die Autoentwicklung auf weltweit vier Zentren aufteilen. Bei Suzuki sollten demnach Kleinwagen konstruiert werden. Voraussetzung wäre allerdings, dass VW eine Mehrheit übernimmt.

Anfang dieser Woche hatten die monatelangen Reibereien zwischen VW und Suzuki ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Nachdem Europas größter Autobauer den Japanern vorgeworfen hatte, fremde Motoren einzukaufen und dadurch die Kooperationsvereinbarung zu verletzen, erklärte Suzuki die seit 2009 bestehende Partnerschaft wegen zu starker Einmischung aus Wolfsburg für beendet. Die Japaner verlangten von VW, den knapp 20-prozentigen Anteil an Suzuki wieder abzustoßen.

dpa

Mehr zum Thema

Der VW-Konzern lässt sich von den trüberen Konjunkturaussichten nicht beeindrucken und setzt mehr Geld als je zuvor auf Wachstum. In den nächsten fünf Jahren würden im Automobilgeschäft 62,4 Milliarden Euro investiert.

Stefan Winter 21.09.2011
Niedersachsen Winterkorn sieht VW auf Kurs - VW stockt Investitionsprogramm auf

Nach der Auflösung der Partnerschaft mit Suzuki und den Rückschlägen bei der geplanten Fusion mit Porsche, versucht VW-Chef Winterkorn zu beruhigen: „Bei Volkswagen läuft nichts aus dem Ruder“, sagte er am Freitag.Der Konzern teilte unterdessen mit, mehr Geld für die Zukunftssicherung ausgeben zu wollen.

16.09.2011

Die Wunschpartner Volkswagen und Porsche setzen beim Zusammengehen auf ihren Plan B: Offensichtlich wollen sich die Wolfsburger von Ende 2012 an den Kern des Sportwagenbauers einverleiben - die Porsche AG. Der Haken daran: Vor 2014 würde diese Variante Steuern kosten.

13.09.2011
Stefan Winter 21.09.2011
Niedersachsen Winterkorn sieht VW auf Kurs - VW stockt Investitionsprogramm auf
16.09.2011