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Niedersachsen VW legt IG Metall erstes Angebot für Haustarif vor
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW legt IG Metall erstes Angebot für Haustarif vor
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19:15 27.05.2013
VW hat der IG Metall ein erstes Angebot für den Haustarif vorgelegt. Zu den Details wollten sich beide Seiten bislang noch nicht äußern.
VW hat der IG Metall ein erstes Angebot für den Haustarif vorgelegt. Zu den Details wollten sich beide Seiten bislang noch nicht äußern. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Im Ringen um einen neuen Haustarif für die gut 100.000 Volkswagen-Beschäftigten liegt erstmals ein Angebot der Arbeitgeber auf dem Verhandlungstisch. Beide Seiten wollten sich zu Details der Offerte am Montagabend zunächst jedoch nicht äußern.

„Wir werden sehen, was geht und was nicht geht. Aber Sie haben bitte Verständnis dafür, dass ich das mit der IG Metall herausfinde“, sagte VW-Pkw-Personalchef Martin Rosik, der die Verhandlungen für den Konzern leitet. Sein Gegenüber, IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine, bekräftigte, dass VW auch dank seiner motivierten Mitarbeiter derzeit kerngesund sei. Deswegen müsse das Unternehmen auf den jüngst in der Fläche erreichten Tarifkompromiss noch etwas drauflegen.

IG-Metall-Bezirksleiter will auf ein Ziel verhandeln

„Volkswagen steht ausgesprochen gut da. Insofern sind unsere Vorstellungen, dass dort eine Schippe drauf muss“, sagte Meine und kündigte an, die Gespräche nach Möglichkeit zum Abschluss führen zu wollen. „Wir können uns vorstellen, heute auf Ziel zu verhandeln. Das hängt aber auch von Volkswagen ab.“ Der Haustarif gilt für die 97.000 Beschäftigten der sechs westdeutschen VW-Werke Braunschweig, Emden, Hannover, Salzgitter, Wolfsburg und Kassel sowie die VW-Finanztochter mit ihren rund 5000 tariflich bezahlten Beschäftigten.

Vor rund einem Jahr hatte sich die IG Metall „einen Schnaps mehr“ erstritten, wie Meine es damals nannte. Die gut 100.000 Mitarbeiter im VW-Haustarif bekamen die Erhöhung aus dem Flächentarif der Metaller - 4,3 Prozent - ohne einen anfänglichen Nullmonat zum Start. Anders als bei den Kollegen lag das Plus damit etwa 0,3 Punkte höher.

Pilotabschluss in Bayern als Vorbild

Vor wenigen Tagen hatte die Gewerkschaft mit einem Pilotabschluss in Bayern erkämpft, dass es nach zwei anfänglichen Nullmonaten ohne Erhöhungen ein zweistufiges Plus von 5,6 Prozent gibt bei insgesamt 20 Monaten Laufzeit. Das gewollte Sahnehäubchen für den VW-Haustarif könnte die IG Metall nun über mehrere Hebel realisieren - etwa erneut über den Wegfall von Nullmonaten oder über Einmalzahlungen.

Rosik teilte aber nicht Meines Ansicht, dass es VW gut genug gehe für solche Extrawürste. „Es bleibt dabei: Die Situation ist ernst und angespannt“, sagte der Manager. „Wir werden mit der IG Metall darum verhandeln, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten.“

dpa

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