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Niedersachsen VW schafft 1.000 Jobs pro Monat
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW schafft 1.000 Jobs pro Monat
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19:52 27.12.2013
Von Lars Ruzic
Volkswagen hat im zu Ende gehenden Jahr allein in Deutschland rund 1000 neue Jobs pro Monat geschaffen. Quelle: dpa
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Hannover

Volkswagen hat im zu Ende gehenden Jahr allein in Deutschland rund 1000 neue Jobs pro Monat geschaffen. Erstmals beschäftigt Europas größter Autobauer im Inland mit 260 000 mehr als eine Viertelmillion Menschen. Das entspreche einem Plus von 11 000 Stellen bis Ende November, teilte Deutschlands größter Konzern am Freitag mit. Davon profitiert auch die VW-Heimat Niedersachsen. Zwischen Ems und Elbe arbeiten nach einer HAZ-Erhebung inzwischen fast 120 000 Menschen für Volkswagen und seine Tochterfirmen - fast 5000 mehr als ein Jahr zuvor.

„Der Volkswagen-Konzern ist seit Jahren ein zuverlässiger und kraftvoller Beschäftigungsmotor für Deutschland, Europa und weltweit“, sagte Personalvorstand Horst Neumann. Insgesamt kam im vergangenen Jahr die Mannschaft von der Größe eines kleineren Fußballstadions hinzu: Weltweit stieg die Belegschaft um 23 000 oder 4,2 Prozent auf 573 000 Menschen. Die neu eingestellten Mitarbeiter seien erfolgreich in die Familie integriert worden, berichtete Neumann. „Das ist eine gute Leistung.“ Vor allem in China hatte VW zuletzt kräftig Jobs geschaffen, dort wurden auch neue Werke aus dem Boden gestampft. Weltweit zählt der Konzern inzwischen mehr als 100 Fabriken.

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Seit 2007, als die derzeitige Konzernspitze das Ziel formulierte, zum weltgrößten Autobauer aufzusteigen, seien eine Viertelmillion Mitarbeiter hinzugekommen, rechnete VW vor. Dabei entfällt gut die Hälfte dieses Zuwachses auf Übernahmen wie Porsche, MAN oder Scania, der Rest aber auf Wachstum aus eigener Kraft. „Zugleich haben wir in dieser Zeit Produktivität und Gewinn ordentlich gesteigert“, erklärte Neumann.

Das Land Niedersachsen als VW-Großaktionär sieht den Konzern auch weiterhin auf Wachstumskurs. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der im Aufsicht des Autobauers sitzt, hält zudem Medienspekulationen über einen möglichen Wechsel an der Spitze für unbegründet. „Ich habe den Eindruck, dass wir 2014 bei VW mit großer personalpolitischer Stabilität weiterarbeiten werden“, sagte er. Zuletzt hatte es Spekulationen um einen möglichen Rückzug von VW-Patriarch Ferdinand Piëch gegeben, die VW allerdings mit Nachdruck dementierte.

Der Konzern entwickle sich auf hohem Niveau, lobte Weil. „Das ist ja eine Mischung aus Internationalität und einem ganz breiten Produkt-Portfolio, das macht einen wirklich wenig angreifbar“, sagte der SPD-Politiker. „Deswegen habe ich auch den Eindruck, dass uns diese Strategie auch in Niedersachsen weiter viel Freude bereiten wird.“

Bis Ende November hat der Konzern mit weltweit 8,7 Millionen Autos fast 5 Prozent mehr verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Plus verdanken die Wolfsburger vor allem China, wo inzwischen jeder dritte Wagen abgesetzt wird. Auf den Heimatmärkten in Europa ist das Geschäft derzeit ebenso rückläufig wie in Südamerika. Für das Gesamtjahr hatte Konzernchef Martin Winterkorn neue Rekorde bei Absatz und Umsatz in Aussicht gestellt. Beim operativen Ergebnis will er die Vorjahreswerte mindestens erreichen. Nach neun Monaten war das noch nicht ganz gelungen.(mit: dpa)

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