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Niedersachsen VW kommt besser in Fahrt
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21:55 31.07.2013
Von Stefan Winter
Quelle: Archiv / Symbolbild
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Hannover

VW werde sich weiter besser als der Gesamtmarkt entwickeln. Die wichtigsten Zahlen hatten die Wolfsburger bereits am Dienstagabend veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz im ersten Halbjahr leicht auf 98,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn rutschte aber, wie erwartet, um nahezu die Hälfte auf 4,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn sank um 11 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, wobei VW den Rückstand im Gesamtjahr noch aufholen will.

Was auf den ersten Blick nicht überragend aussehe, sei bei näherem Hinsehen ein sehr gutes Ergebnis, sagte Frank Schwope von der Nord/LB: „Der Volkswagen-Konzern spielt nach wie vor in seiner eigenen Liga.“ Dass der durch Sondereffekte aufgeblähte Nettogewinn des Vorjahres nicht zu wiederholen sein würde, sei klar gewesen. Der Absatz entwickele sich aber – vor allem mit Blick auf einige Konkurrenten – gut, gleichzeitig würden die Kosten gedrückt.

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Tatsächlich schnitt der Konzern auf einigen Feldern im zweiten Quartal bereits deutlich besser ab als im ersten. So erholt sich die Marke VW Pkw von ihrem Gewinneinbruch zu Jahresbeginn, und auch VW Nutzfahrzeuge hat einen erheblichen Sprung gemacht. Der operative Gewinn der hannoverschen Konzerntochter lag im ersten Quartal noch bei 60 Millionen Euro, im zweiten Quartal kamen knapp 190 Millionen obendrauf.  Damit liegen die Transporterbauer zur Jahresmitte wieder auf Vorjahresniveau.

Seat kommt in den fast vergessenen Genuss einer schwarzen Zahl: Nach 46 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal standen im zweiten 6 Millionen Euro Gewinn dagegen. Die verlässlichsten Geldquellen bleiben allerdings Audi, Porsche und die Finanzdienstleistungen, die zusammen vier Fünftel des operativen Konzerngewinns lieferten.

Nachdem Konkurrent Daimler sich jüngst optimistisch geäußert hatte und eine Belebung der Nachfrage erwartet, bleibt man bei VW skeptisch. Die konjunkturelle Lage bleibe labil, sagte
Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch.

n PSA macht Verlust: Der angeschlagene Autohersteller PSA Peugeot Citroën macht erste Anzeichen einer Erholung aus. Vor allem der Sparkurs und die Allianz mit General Motors zahlten sich dabei aus, teilte das französische Unternehmen mit. Trotz einer Halbierung lag der Nettoverlust allerdings noch bei 426 Millionen Euro. Firmenchef Philippe Varin erwartet, dass der europäische Automarkt dieses Jahr noch einmal um etwa 5 Prozent schrumpft.

Bei PSA brach der Europa-Absatz im ersten Halbjahr sogar um 13,3 Prozent ein – Peugeot verliert also weiter an Boden. Der Umsatz in der Autosparte ging um 7,5 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro zurück. Vergangenes Jahr hatte das Unternehmen 5 Milliarden Euro Verlust eingefahren. Verteilt über zwei Jahre sollen nun 11 200 Jobs gestrichen werden.

 (mit rtr)

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