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Niedersachsen VW stoppt Börsengang der Lkw-Sparte Traton
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20:45 13.03.2019
Volkswagen wollte die Lastwagenbauer von MAN und Scania gemeinsam an die Börse schicken. Quelle: dpa
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Wolfsburg

In der Finanzszene galt einer der größten deutschen Börsengänge als fest gebucht: Vermutlich noch im Frühjahr werde VW seine Tochtergesellschaft Traton mit den beiden Lkw-Marken MAN und Scania an die Börse bringen, hieß es seit Wochen. VW wollte die Mehrheit behalten, aber schon der Verkauf des geplanten Pakets hätte schätzungsweise sechs Milliarden Euro in die Kasse bringen können.

Auf diesen Geldsegen verzichtet der Konzern vorerst: „Im gegenwärtigen Marktumfeld“ würden die Vorbereitungen für den Traton-Börsengang „bis auf Weiteres“ eingestellt, teilte der Konzern am Nachmittag mit. Grundsätzlich bleibe es aber bei dem Vorhaben – „bei einem besseren Marktumfeld“. Die Prognosen für die Aktienmärkte sind derzeit vor allem wegen der Handelskonflikte und des Brexit besonders unsicher.

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Die Milliarden aus dem Börsengang hätte VW in diesem Jahr gut brauchen können, denn es soll mehr in den Elektroantrieb und die Vernetzung der Autos investiert werden. Konzernchef Herbert Diess hatte am Dienstag bereits gesagt, dass weitere Einsparungen nötig seien, um die ehrgeizigen Pläne umzusetzen. Am Mittwoch lieferte Ralf Brandstätter, der zusammen mit Diess die wichtigste Konzernmarke VW Pkw führt, die Details: Wie erwartet, sollen in den nächsten fünf Jahren allein bei der Marke VW Pkw zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es jedoch nicht geben.

Von Stefan Winter

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