Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen VW treibt Allianz mit Suzuki voran
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW treibt Allianz mit Suzuki voran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:02 04.10.2010
Überkreuz-Beteiligung zwischen VW und Suzuki kommt laut Volkswagen voran. Quelle: dpa
Anzeige

Die Allianz zwischen Europas größtem Autobauer Volkswagen und dem japanischen Kleinwagen-Spezialisten Suzuki kommt aus Sicht der VW-Zentrale trotz kultureller Unterschiede voran. „Die deutsche und die fernöstliche Denkweise sind sehr verschieden - und natürlich auch die Arbeitsweisen“, sagte ein Konzernsprecher am Montag in Wolfsburg. Medienberichte, wonach die Ende vergangenen Jahres beschlossene Kooperation durch gegensätzliche Vorstellungen beider Seiten ins Stocken geraten könnte, wies VW zurück. „Beide Unternehmen ergänzen sich weiter ideal.“

Die „Financial Times Deutschland“ hatte unter Berufung auf Suzuki-Vorstand Toshihiro Suzuki über „Rangeleien“ zwischen den Partnern berichtet.

Anzeige

Von grundsätzlichen Problemen im Zuge der gegenseitigen Beteiligung der beiden Autobauer könne keine Rede sein, hieß es aus Wolfsburg. Toshihiro Suzuki, der als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge seines Vaters Osamu Suzuki an der Unternehmensspitze gilt, hatte im Gespräch mit der Zeitung kulturelle Differenzen zwischen VW und Suzuki eingeräumt. „Wir sind zwei Fimen, die sehr unterschiedlich sind“, sagte er dem Blatt am Rande des Pariser Autosalons.

VW und Suzuki hatten im Dezember 2009 eine sogenannte Überkreuz-Beteiligung vereinbart, die Anfang dieses Jahres vollzogen wurde. Während die Wolfsburger mit rund 1,7 Milliarden Euro bei Suzuki einstiegen, investierten die Japaner 850 Millionen Euro in VW-Aktien. Der Deal markierte für VW eine weitere Etappe beim Ausbau des wichtigen Asiengeschäfts. Bis 2018 will Volkswagen Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen.

dpa

Mehr zum Thema

Volkswagen und Suzuki wollen zusammen ein Billigauto bauen. Das berichtete am Freitag die indische Zeitung „Economic Times“. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg sagte dazu: „Es ist noch viel zu früh, über solche Dinge nachzudenken.“

11.12.2009

Das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär hat sich gegen eine Umbenennung des Volkswagen-Konzerns im Zuge der Integration von Porsche ausgesprochen. „Die Landesregierung ist mit dem Namen Volkswagen AG sehr zufrieden“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in Hannover.

26.09.2009

Opel und Ford verzeichnen Einbußen, VW steigert seinen Marktanteil: Von 19,4 Prozent im Jahr 1995 auf 21,7 Prozent in diesem Jahr hat Volkswagen einer Untersuchung zufolge seinen Marktanteil bei Neuzulassungen gesteigert. Doch auf dem Heimatmarkt gingen auch bei VW die Verkäufe zurück.

27.09.2010