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Niedersachsen Vocatium berät Schüler
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20:30 22.05.2015
In der Eilenriedehalle kommen Schüler mit Unternehmen ins Gespräch. Quelle: privat
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Hannover

Handgabelhubwagen, Seitenstapler, Schlepperwagen, Schwerstapler – Marius Wiechers (15) aus Rethem kennt sie alle. Der Oberschüler steht kurz vor seinem Abschluss, nächstes Jahr möchte er eine Ausbildung zum Mechaniker für Land- und Baumaschinen beginnen. „Ich bin zwischen solchen Geräten groß geworden, fasziniert haben mich diese Fahrzeuge schon immer“, sagt Marius.

Auf der Vocatium, Fachmesse für Ausbildung und Studium, informiert er sich deshalb intensiv über den Ablauf und die Inhalte einer solchen Ausbildung. Rund 6500 Schüler erwarten die 136 Aussteller an den beiden Messetagen 21. und am 22. Mai.

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Von Januar bis April hatte das IfT Institut für Talententwicklung Mitte GmbH, Veranstalter der Messe, Schulklassen der Vorabgangsjahrgänge weit über die Grenzen Hannovers hinaus im Unterricht über die Vocatium informiert. 14.900 Gesprächstermine konnten so für die beiden Messetage arrangiert werden. In den 20-minütigen Einzelgesprächen mit den potenziellen Arbeitgebern können die Schüler all ihre Fragen zu Praktikum und Ausbildung, Bewerbungsunterlagen und Ausbildungsinhalten loswerden.

„Die Ausbildung ist auf jeden Fall mehr als Fegen“, sagt Annalisa Friedrich. Sie erklärt Marius die verschiedenen Abschnitte der dreieinhalb Ausbildungsjahre zum Mechaniker für Baumaschinen. „Ich habe schon zwei Praktika im Landwirtschafts- und Agrarbereich absolviert. Das ist genau mein Ding“, sagt der Oberschüler.

In vielen Schulen gehört der Besuch der Vocatium beinahe zum Lehrplan, Berufsorientierung ist nach Ansicht von Politikern, Lehrerverbänden und nicht zuletzt der Schüler häufig ein viel zu schwacher Aspekt im Laufe der schulischen Ausbildung. „Zum einen wird das Angebot an Möglichkeiten immer ­größer, zum anderen müssen sich die Schüler immer früher festlegen“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau, der Schirmherr der Fachmesse ist.

Ein Problem bei der beruflichen Orientierung der Jugendlichen sei häufig der Einfluss der Eltern, sagte Jagau. „Viele Berufsbilder, wie Eltern sie häufig aus ihrer Ausbildungszeit kennen, haben mit der heutigen Situation nichts mehr zu tun“, betonte Jagau. Umso wichtiger sei es deshalb, sich individuell beraten zu lassen und sich bei der Entscheidung Zeit zu lassen. 

Nadja Neqqache

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