Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Volksbank will Filialen schließen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Volksbank will Filialen schließen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 23.11.2014
Von Albrecht Scheuermann
Zentrale der Hannoverschen Volksbank. Manche Kunden des Geldinstituts haben künftig längere Wege zur nächsten Filiale.  Foto: Eberstein
Zentrale der Hannoverschen Volksbank. Manche Kunden des Geldinstituts haben künftig längere Wege zur nächsten Filiale. Quelle: Jan Philipp Eberstein
Anzeige
Hannover

Volksbank-Chef Jürgen Wache bestätigte, dass dieses Thema auf der Tagesordnung einer Aufsichtsratssitzung am 11. Dezember stehen wird. Er sprach jedoch von einer „Zusammenlegung“ von Filialen und betonte, dass zugleich kräftig in die weiterhin bestehenden Standorte investiert werden solle. Welche Zweigstellen genau geschlossen werden, wollte die Bank noch nicht bekannt geben. Betroffen sind offenbar Orte im nordwestlichen Umland. Neben den Zweigstellen betreibt die Hannoversche Volksbank weitere 39 Selbstbedienungsstandorte.

Wache betonte, dass keiner der knapp 1000 Mitarbeiter um seine Stelle fürchten müsse. Die Bank wolle zwar ihr Personal weiter verringern, sie werde dafür aber ausschließlich die übliche Fluktuation nutzen - also Stellen streichen, wenn Mitarbeiter in Rente gehen, wegziehen oder aus persönlichen Gründen ausscheiden.

Dem Vernehmen nach will das Institut auch deshalb Klarheit über das künftige Filialnetz schaffen, weil in nächster Zeit wichtige Weichenstellungen anstehen. So will sich die Volksbank Mitte nächsten Jahres an ein neues Rechenzentrum anschließen. Außerdem laufen in nächster Zeit Mietverträge für viele Zweigstellen aus. Von fünf wichtigen Immobilien abgesehen gehören die Filialen einem Investor, dessen Name nicht genannt wird.

Die Volksbank müsse ihr Geschäftsmodell fortlaufend an die sich ändernden Realitäten anpassen, erklärte Wache. Als bestimmende Trends sieht er den Vormarsch des Internets sowie den demografischen Wandel. Zugleich stiegen die Ansprüche an die Beratungsqualität. Außerdem müsse sich das Kreditinstitut darauf einstellen, dass die Europäische Zentralbank noch lange am Niedrigzins festhalten werde. Weil deswegen die Zinsmarge weiter schrumpft, müsse sich die Bank „die Kostenseite angucken“ und kontinuierlich an ihrer Effizienz und Produktivität arbeiten.

Die Volksbank möchte aber in der Region Hannover weiterhin flächendeckend vertreten sein und weiter wachsen. Die Region biete gute Geschäftschancen. „Wir wollen hier unseren Marktanteil steigern“, erklärte Wache. Dafür habe die Volksbank schon allerhand unternommen. So habe man stark in die Beratungsqualität investiert. Die Hannoversche Volksbank sieht sich mit ihrer Bilanzsumme von 4,5 Milliarden Euro, 107.000 Genossenschaftsmitgliedern und über 200.000 Kunden als größte Volksbank in Norddeutschland.

Niedersachsen IG Metall bemängelt Arbeitsbedingungen - Wind- und Solarindustrie bezahlt schlecht
23.11.2014
Lars Ruzic 24.11.2014
21.11.2014