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Niedersachsen Neuwagenkäufer zahlen bald mehr Kfz-Steuer
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17:32 23.08.2018
Abgastest im Labor Quelle: Geisler
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Hannover

Wer von September an einen Neuwagen kauft, muss in der Regel mehr Kfz-Steuer zahlen als Käufer desselben Modells bislang. Grund sind neue Abgas-Tests, die zu realistischeren Messergebnissen beim CO2-Ausstoß führen. Bei vielen Automodellen steigt dadurch der CO2-Wert auf dem Papier deutlich an – und damit automatisch auch die fällige Kfz-Steuer, wie aus Berechnungen des ADAC und des CAR-Instituts der Uni Duisburg-Essen hervorgeht. Die Kfz-Steuer hängt vom Hubraum und vom CO2-Ausstoß ab.

Der ADAC vergleicht für ein Dutzend Modelle die Kfz-Steuern gemäß altem NEFZ-Test mit den Werten aus dem neuen WLTP-Test. Demnach müssen Käufer eines VW Touareg 3.0 V6 TDI aktuell 459 Euro pro Jahr zahlen, künftig sind es 553 Euro. Beim BMW 218i Active Tourer Sport L steige die Steuer sogar von 104 Euro auf 156 Euro.

Das Car-Institut der Universität Duisburg-Essen kommt in seiner Studie zu dem Schluss, dass Autokäufer im Schnitt rund 52 Euro mehr Kfz-Steuer pro Jahr zahlen werden. 2019 könnten die Steuereinnahmen des Bundes dadurch um rund 170 Millionen Euro steigen, in den folgenden Jahren noch deutlich stärker.

CAR-Professor Ferdinand Dudenhöffer kritisierte das bisherige Kfz-Steuersystem als kompliziert und wenig nachvollziehbar. Sinnvoller und einfacher ist aus seiner Sicht, ausschließlich den Kraftstoff zu besteuern, mit identischen Steuersätzen für Benzin und Diesel. „Wir könnten also mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und unsere Mobilität einfacher, verständlicher, nachvollziehbarer mit Steuern lenken“, erklärte er.

Von Christian Wölbert

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