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Niedersachsen Weniger Gewinn bei der Sparda-Bank
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Weniger Gewinn bei der Sparda-Bank Hannover

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00:17 10.06.2019
Rechnet mit einem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck: Sparda-Bank-Chef André-Christian Rump. Quelle: Sparda-Bank
Hannover

Die Sparda-Bank Hannover hat im vergangenen Jahr Kunden verloren und weitere Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Die Zahl der Kunden verringerte sich nach Angaben des Geldhauses von 326.500 auf 319.500. Der Überschuss schrumpfte um knapp 11 Prozent auf 4,1 Millionen Euro – nach einem Rückgang von 23 Prozent im Jahr davor. Verantwortlich für den geringeren Gewinn sei das anhaltende Zinstief. „Angesichts des Marktumfeldes ist dieses Ergebnis zufriedenstellend und entspricht unseren Erwartungen“, sagte Vorstandschef André-Christian Rump.

Das Kreditinstitut sieht sich gleichwohl für die Zukunft gut gerüstet. Besonders die erneut verbesserte Eigenkapitalquote von nunmehr 22,1 Prozent sei ein „sicheres Fundament“, sagte Rump. Damit übertreffe man die gesetzlichen Vorgaben bei Weitem. „Negativzinsen und regulatorische Anforderungen werden weiterhin das Ergebnis belasten“, sagte der Sparda-Bank-Chef. Der Wettbewerbsdruck in der Branche werde hoch bleiben.

Mehr Geld auf Sparkonten

Die Kunden halten viel Geld auf ihren Sparkonten. Der Einlagenbestand stieg um 164 Millionen Euro auf rund 4,2 Milliarden Euro. Für den Vorstand ist dies Grund zur Freude und zur Klage zugleich: Einerseits freue man sich über das Vertrauen der Sparer, sagte Rump. Andererseits würden wegen der hohen Einlagen Negativzinsen bei der Zentralbank fällig, die die Bank und ihre Kunden Rendite kosten. Die Mitarbeiterzahl ging etwas zurück – auf 433 Beschäftigte. Für das laufende Jahr setzt der Vorstand auf Erfolge im Baukreditgeschäft sowie bei der Vermittlung von Immobilienfonds.

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Von Jens Heitmann

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