Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Wulff gegen Umbenennung von VW-Konzern
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Wulff gegen Umbenennung von VW-Konzern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:06 26.09.2009
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) Quelle: ddp (Archiv)
Anzeige

Er erinnere sich noch daran, wie die versuchte Umbenennung in VAG in den 70er Jahren anschließend rückgängig gemacht worden sei mit erheblichen Kosten. „Diese Erfahrung sollte uns behutsam sein lassen.“

Es spreche auch dagegen, dass Porsche bei einer Verschmelzung mit VW 2011 in den Namen aufgenommen werde, weil auf die Eigenständigkeit des Sportwagenbauers Wert gelegt werde, sagte Wulff. Niedersachsen hält rund 20 Prozent an VW und hat durch das VW-Gesetz eine starke Stellung bei dem Autobauer.

Anzeige

Im Zuge der Integration von Porsche gibt es seit einiger Zeit bei VW Überlegungen, den Konzernnamen umzubenennen. Unter anderem gilt der Traditionsname Auto-Union als eine Option. Diesen hatte VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ins Spiel gebracht. Er persönlich halte einen Konzernnamen, der von einer Marke unabhängig sei, für stärker. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh dagegen hatte eine Umbenennung abgelehnt. Auch Porsche-Chef Michael Macht zeigte sich skeptisch.

Wulff sagte zudem, er halte einen Ausbau der Marken im VW-Konzern für sinnvoll. „Wir sind uns einig an der Spitze von Volkswagen, dass man für weitere Arrondierungen offen bleibt.“ Porsche ist künftig die zehnte Marke im Konzern, dazu hat Volkswagen einen Einstieg beim japanischen Konkurrenten Suzuki sowie einen Ausbau der Beteiligung beim Münchner Lastwagenbauer MAN im Visier. Mit Suzuki würde VW seine Position in Südostasien massiv stärken.

„Wenn man Größter der Welt werden will, muss man die ganze Welt im Blick haben“, sagte Wulff. „Spätestens 2018 soll VW Nummer Eins der Welt sein.“ Bislang ist VW weltweit die Nummer drei hinter Toyota und General Motors.

lni