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Niedersachsen Wulff will sich für Schiffbausparte bei Nordseewerken einsetzen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Wulff will sich für Schiffbausparte bei Nordseewerken einsetzen
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16:09 15.09.2009
Ministerpräsident Christian Wulff (l.) und Fritz Niemeier, Betriebsratsvorsitzender der Nordseewerke in Emden.
Ministerpräsident Christian Wulff (l.) und Fritz Niemeier, Betriebsratsvorsitzender der Nordseewerke in Emden. Quelle: lni
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Bei einem Treffen mit Betriebsrat, Gewerkschaft und Vertretern von ThyssenKrupp in Hannover vereinbarte die Landesregierung am Dienstag intensive Gespräche in den kommenden Wochen über die Zukunft der Schiffbausparte. Wulff sagte, er hoffe, dass es nach den Gesprächen nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde. Die Nordseewerke seien „eine hochinteressante Werft“. „Es lohnt sich um den Schiffbaustandort Emden zu kämpfen“, sagte der Ministerpräsident weiter.

Die zu Deutschlands größtem Stahl- und Rüstungskonzern ThyssenKrupp gehörenden Emder Nordseewerke stehen vor dem größten Umbruch ihrer 106-jährigen Firmengeschichte. Die traditionsreiche Werft soll an den Windanlagenbauer Siag Schaaf verkauft und der Schiffbau durch die Produktion von Offshore-Windanlagen ersetzt werden. Rund die Hälfte der nun 1400 Arbeitsplätze würde dadurch voraussichtlich wegfallen.

Rund 50 Mitarbeiter starteten am Dienstag vor den Werkstoren eine Mahnwache, um für den Erhalt des Schiffbaus am Standort zu kämpfen. Außerdem lief eine Unterschriftenaktion unter dem Motto „Eine Region steht zu ihrer Werft“.

ddp