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Niedersachsen e.on Avacon erhöht die Strompreise auch in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen e.on Avacon erhöht die Strompreise auch in Hannover
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19:09 15.02.2010
Von Jens Heitmann
Für die Kunden des Helmstedter Regionalversorgers e.on Avacon, der das östliche Niedersachsen und einen Teil der Region Hannover mit Strom beliefert, steigen die Tarife den Angaben zufolge um rund 2,5 Prozent. Quelle: dpa
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Verantwortlich dafür seien höhere Kosten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien sowie die gestiegenen Entgelte für Transport durch die Leitungsnetze.

Für die Kunden des Helmstedter Regionalversorgers e.on Avacon, der das östliche Niedersachsen und einen Teil der Region Hannover mit Strom beliefert, steigen die Tarife den Angaben zufolge um rund 2,5 Prozent. Die Kilowattstunde in der Grundversorgung verteuere sich um 0,6 auf 22,79 Cent, teilte das Unternehmen mit. Der Grundpreis bleibe stabil.

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 Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten von 1,75 Euro im Monat. „Unsere Preisanpassung kommt später und fällt deutlich moderater aus als bei vielen Wettbewerbern“, erklärte Geschäftsführer Thomas Menze.

Nach Berechnungen des Internetpreisportals Verivox haben für dieses Jahr bereits rund 250 Energieversorger Preiserhöhungen angekündigt; rund 170 Unternehmen hätten diesen Schritt bereits in den vergangenen Wochen vollzogen.

Die Stadtwerke Hannover halten ihre Stromtarife stabil – nach jetzigem Stand sei man optimistisch, die Preise auch im Herbst nicht anheben zu müssen, hatte Vorstandschef Michael Feist kürzlich mitgeteilt.

Die Preispolitik der Unternehmen spiegelt zum Teil auch deren Taktik in der Beschaffung wieder. Wer sich an der Strombörse vor Ausbruch der Wirtschaftskrise langfristig eingedeckt hat, versucht diese Preise weiterzugeben. Wer vorsichtiger eingekauft hat, ist in einer besseren Position.

Als zusätzlichen Preistreiber haben die Verbraucherzentralen insbesondere die Solarförderung ausgemacht. „Ich rechne damit, dass ein großer Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 7000 Kilowattstunden in diesem Jahr mindestens 100 Euro allein für die Solarstromförderung zahlen muss“, sagte Energieexperte Holger Krawinkel. Die gesetzlich festgelegte Unterstützung für Betreiber von Anlagen, die etwa Strom aus Sonne produzieren, zahlen alle Kunden über ihre Rechnung. Seit Jahresanfang beträgt die Umlage rund 2 Cent je Kilowattstunde.