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Prettl steigt ein: Japaner verkaufen Auto-Zulieferer Meteor

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17:31 22.11.2019
Mitarbeiter von Meteor in Bockenem verlassen nach der Bekanntgabe des Verkaufs am Freitagnachmittag das Werk. Quelle: Tarek Abu Ajamieh
Bockenem

Der japanische Konzern Toyoda Gosei verkauft den Dichtungshersteller Meteor aus Bockenem (Landkreis Hildesheim) an zwei deutsche Investoren. Mehrheitseigner wird der Münchner Finanzinvestor Aequita, zudem ist der Automobil-Zulieferer Prettl beteiligt. Die neuen Eigentümer wollen zunächst alle 1130 Mitarbeiter in Bockenem übernehmen, ebenso die 70 im Werk Worbis.

Nach Insolvenz übernommen

Toyoda Gosei hatte den Automobil-Zulieferer Anfang 2014 aus der Insolvenz heraus übernommen und wollte damit seinen Zugang zu den großen deutschen Automobilherstellern verbessern. Doch inzwischen legen die Japaner ihren Fokus stärker auf Japan und Nordamerika.

Millionenverluste

Zwar nicht der Hauptgrund, aber ein Faktor bei diesem Strategiewechsel war auch, dass Toyoda Gosei mit Meteor viel Geld verlor, wie der scheidende Meteor-Geschäftsführer Katsumi Saito auf Nachfrage einräumte. Mehr als 65 Millionen Euro Verlust machte das Bockenemer Unternehmen seit der Übernahme durch die Japaner. Der Umsatz lag zuletzt bei knapp 130 Millionen Euro.

Die neuen Eigentümer schreckt das nicht ab. Axel Geuer, Gründer und Verwaltungsrats-Vorsitzender von Aequita, zeigte sich überzeugt, dass Meteor eine gute Perspektive habe. „In der Automobilbranche gibt es viele Unsicherheiten – aber das, was hier hergestellt wird, wird unabhängig vom Antrieb eines Fahrzeugs benötigt.“ Meteor habe „eine starke Forschung und Entwicklung“. Ziel sei, dass das Unternehmen wachse und seine Technologieführerschaft für hochkomplexe Elastomer-Dichtungen noch ausbaue.

Von Tarek Abu Ajamieh

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