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Tarifstreit bei Hanomag Lohnhärterei eskaliert

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20:28 17.10.2019
Wollen nach dem Metalltarif entlohnt werden: Beschäftigte der Hanomag Lohnhärterei beteiligten sich an einem Warnstreik. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Bei der Hanomag Lohnhärterei mit ihren rund 200 Beschäftigten in Hannover-Marienwerder wird der Streit über einen Tarifvertrag immer härter. Nach einem ganztägigen Warnstreik am Donnerstag, an dem nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall die Hälfte der Belegschaft in mehreren Versammlungen teilnahm, droht nun ein unbefristeter Ausstand. Die Arbeitnehmer werfen der Geschäftsführung um den Unternehmer Karsten Seehafer „Willkür“ vor.

Sechs ergebnislose Verhandlungsrunden

In sechs Verhandlungsrunden seit April – begleitet von mehreren Warnstreiks – sind bisher keine Ergebnisse erzielt worden. Die IG Metall fordert, dass der Flächentarif der Branche auch bei der auf Metallveredlung spezialisierten Lohnhärterei gelten soll. Das Unternehmen strebt dagegen einen Haustarif an. Dieses Angebot liegt nach Angaben von IG-Metall-Verhandlungsführer Andreas Nolte bei Löhnen und Gehältern um 25 Prozent unter dem Niveau des Flächentarifs. Die Firmenleitung war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Seehafer war als Trainer mit den Wasserballern von Waspo 98 Hannover unterwegs.

Die Fronten sind ohnehin verhärtet. Betriebsräte werfen Seehafer vor, rechtswidrig mit Konsequenzen gedroht zu haben, wenn sie ihr Mandat nicht niederlegten. Der Fall liegt beim Arbeitsgericht. Ein Gütetermin ist gescheitert, im Januar wird verhandelt.

„Es liegt in Seehafers Hand, den Konflikt zu entschärfen“, sagte Nolte. Sollte der Geschäftsführer weitere Gespräche ablehnen, werde die IG Metall für den Betrieb zur Urabstimmung aufrufen. Diese könnte dann bei 75 Prozent Zustimmung aus der Belegschaft in unbefristete Streiks münden.

Von Bernd Haase

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