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CeBIT 2009 Neue Messekonzepte haben Erfolg
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20:24 05.03.2009
In der „Webciety“ hat die Messe den Versuch unternommen, den nicht gerade einfach zu illustrierenden Angeboten von Internetdienstleistern eine plakative Plattform zu bieten. Quelle: Rainer Surrey

In dem zur Arena umfunktionierten, verdunkelten Bereich von Halle 6 war es auch am Donnerstag wieder voll. Hunderte Schaulustige verfolgten erneut die Fachvorträge, die mit Hilfe starker Beamer an zwei große Leinwände gestrahlt wurden.

In der „Webciety“ hat die Messe den Versuch unternommen, den nicht gerade einfach zu illustrierenden Angeboten von Internetdienstleistern eine plakative Plattform zu bieten. Dabei haben die Messemacher das Konzept der starren Stände in Reih und Glied aufgegeben und sie stattdessen wabenförmig in geringer Entfernung zur Bühne angeordnet – mit der Folge, dass viele Besucher mit den Standbetreibern ins Gespräch kamen.

„Mit so viel Resonanz hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet“, sagt Standbetreiber Steven Zielke. Täglich hätte sein Team an die 100 Visitenkarten potenzieller Kunden gesammelt. Bei den Vorträgen wurden zudem einige neue Elemente eingeführt – gestern etwa sogenannte 20/20-Vorträge, bei denen Referenten für 20 Folien jeweils nur 20 Sekunden Zeit hatten. Weiterer Publikumsmagnet war der Blogger Sascha Lobo mit seinem roten Irokesenschnitt.

Auch beim Mobilfunk- und Festnetzbetreiber Vodafone geht es um Zeit: „Zeit ist ein Rohstoff, den man effizient nutzen muss“, sagt Jan Geldmacher, Vodafone-Chef für den Geschäftskundenbereich. Deshalb hätten seine Mitarbeiter bereits Wochen vor der CeBIT feste Gesprächtermine mit Kunden und potenziellen Kunden für die Messe ausgemacht. 150 bis 200 Termine täglich hätte er schon gut gefunden, am Ende kamen sogar 2000 Termine für vier Messetage zusammen – die spontanen Gespräche mit der „Laufkundschaft“, die sich erst auf der CeBIT zum Besuch bei Vodafone entscheiden, nicht mitgerechnet.

Neu ist auch, dass sich Vodafone so konsequent wie noch nie auf Geschäftskunden ausrichtet. Keine Preisausschreiben, keine Show – nur schlichte weiße Stände, an denen interessierte Fachbesucher Informationen zu den Bereichen ihrer Wahl erhalten. Mancher Jugendlicher, der den Pavillon unterm Expo-Dach zum Handygucken betreten wollte, wunderte sich, gleich am Eingang gefragt zu werden, ob er denn einen Termin habe.
Geldmacher sagt, allein mit den 2000 Terminen werde sich diese CeBIT für Vodafone lohnen. Nirgends sonst treffe man so viele Kunden in so kurzer Zeit. „Ich könnte auf Barcelona eher verzichten als auf die CeBIT“, sagt Geldmacher mit Blick auf den spanischen Handykongress. Weil Vodafone aus jahrelanger CeBIT-Erfahrung am Sonnabend und Sonntag kaum mit Geschäftskunden rechnet, gehört für Geldmacher zum neuen Konzept auch, dass der Pavillon am Wochenende geschlossen bleibt.

Großen Zuspruch fanden die erstmals angebotenen geführten Touren über das Messegelände. Insgesamt mehr als 2000 CeBIT-Besucher nahmen den Service der Messe in Anspruch. Am Freitag werden die insgesamt acht Touren noch einmal um 12 und um 13.30 Uhr angeboten. Treffpunkt ist der Südeingang des CC.

von Marcus Schwarze und Helmuth Klausing

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