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CeBIT 2010 CeBIT: Nach 3-D-TV kommt das Hologramm-Fernsehen
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16:00 05.03.2010
Von Sascha Aust
Wenn erst einmal das dreidimensionale Hologramm-Fernsehen startet, sollten lustige 3-D-Brillen, wie sie dieser CeBIT-Besucher in Hannover trägt, der Vergangenheit angehören.
Wenn erst einmal das dreidimensionale Hologramm-Fernsehen startet, sollten lustige 3-D-Brillen, wie sie dieser CeBIT-Besucher in Hannover trägt, der Vergangenheit angehören. Quelle: Dröse
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Ein Hauch von Star Wars weht über die CeBIT in Hannover. Zumindest in Heinrich Arnolds Vortrag über die Zukunft des Fernsehens. Denn die holografische Bildübertragung, die man bislang vor allem aus der Science-Fiction-Saga kennt, könnte in naher Zukunft Realität werden. Davon ist Arnold jedenfalls überzeugt: „Das ist eine Frage von ungefähr einem Jahrzehnt, bis das technisch umgesetzt werden kann.“ Und mit technisch umgesetzt meint er: Dann wird das Produkt im Massenmarkt angekommen sein. Als teures Nischenprodukt sei bereits in zwei bis drei Jahren mit ersten Geräten zu rechnen, die ein dreidimensionales Hologramm-Bild mitten in einen Raum projizieren können.

Das klingt beim ersten Hören noch ein wenig arg nach Zukunftsmusik. Fast könnte man meinen, Arnold habe die Star-Wars-Saga mindestens einmal zu oft gesehen. Allerdings ist Arnold kein überdrehter Jedi-Ritter-Fan, bei dem sich Fakt und Fiktion verwirrt haben, sondern Leiter der Entwicklungsabteilung der Telekom-Laboratories, der auf der CeBIT einen Einblick in die Zukunft des Fernsehens gibt, wie sie sich die Entwickler der Telekom-Forschungseinrichtung vorstellen.

Bevor aber die Hologramme kommen, sieht Arnold erst noch eine andere Entwicklung, das sogenannte 4-D-TV. Bei dieser Technik kann der Zuschauer seinen Blickwinkel auf das Geschehen selbst wählen. Bei einem Fußballspiel zum Beispiel werden rund um das Feld Kameras installiert, sodass der Nutzer von jedem beliebigen Winkel aus das Geschehen auf dem Rasen im Auge behalten kann – auch in der Draufsicht von oben. Diese Entwicklung sei auch tatsächlich schon absehbar und werde nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Als weiteren Trend sieht Arnold die Entwicklung weg vom Fernseher hin zu Mediawalls, die nicht nur TV-Bilder zeigen, sondern Zugang zu unterschiedlichen Inhalten verschaffen, etwa den sozialen Netzwerken des Internets. Denn Mediennutzung richte sich immer mehr nach persönlichen Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis in der realen und der virtuellen Welt.

Eine wichtige Entwicklung im Fernsehsektor sieht Arnold auch beim Multiscreen-TV: Die TV-Inhalte sollen nicht mehr nur noch über den heimischen Fernseher betrachtet werden können, sondern auf allen Ausgabegeräten, die Nutzern zur Verfügung stehen – also auch am heimischen Rechner, dem Laptop oder unterwegs auf dem Handy.