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CeBIT 2013 IT-Branche nutzt CeBIT als Jobbörse
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21:46 07.03.2013
Foto: Die CeBIT als Jobbörse: Ganz undigital greifen junge Nachwuchskräfte am schwarzen Brett nach Jobangeboten.
Die CeBIT als Jobbörse: Ganz undigital greifen junge Nachwuchskräfte am schwarzen Brett nach Jobangeboten. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Die Drogeriekette Rossmann würde man zunächst nicht auf der CeBIT vermuten. Duschgel, Toilettenpapier und Zahnpasta stellt Rossmann denn auch nicht aus - das Unternehmen sucht stattdessen auf der weltweit größten IT-Messe nach Nachwuchskräften. Schon jetzt beschäftigt die Drogeriekette 110 Mitarbeiter im Bereich IT, auf dem Tisch am Messe-Stand liegen weitere zehn Jobangebote, die dringend besetzt werden müssen.

Die Jobbezeichnungen klingen für Normalsterbliche abenteuerlich: Informatiker als Data Warehouse Spezialist, PHP Entwickler/Sugar CRM oder IT Systemadministrator Client Management - Rossmann hofft, im riesigen Fachkräftepool der CeBIT die Richtigen zu finden.

Das gleich Ziel verfolgt die Firma ELTEL Infranet, ein Spezialist für Telekommunikationsnetze mit Sitz in Hannover. "Wir haben für dieses Jahr genügend Aufträge, aber unser Wachstum wird durch den Fachkräftemangel limitiert", bedauert der kaufmännische Geschäftsführer von ELTEL Infranet, York Weinem. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres hat die Firma schon 130 neue Mitarbeiter eingestellt. Die meisten von ihnen kamen aus Litauen, denn in Deutschland konnte das Unternehmen kurzfristig keine passenden Fachkräfte finden. "In diesem Jahr werden wir voraussichtlich noch 200 weitere Mitarbeiter einstellen, und wir hoffen, einige von ihnen auf der CeBIT zu finden", so Weinem.

Wie stark Unternehmen aus der Region Hannover mit dem Nachwuchsmangel zu kämpfen haben, untersucht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hannoverimpuls mit Hilfe eines sogenannten Fachkräftemonitors. Knapp 1000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen haben die Berater in Kooperation mit der Region Hannover befragt. “Aus dem Ergebnis wollen wir Maßnahmen ableiten, um dem Fachkräftemangel zu begegnen”, sagt der Geschäftsführer Ralf Meyer. "Wir müssen in Hannover in Zukunft zwei Dinge versuchen", ergänzt der Bereichsleiter für Unternehmenkommunikation Rasmus Beck. "Zum einen müssen wir als Stadt für auswärtige IT-Spezialisten attraktiv sein, und zum anderen müssen wir uns bemühen, dass Fachleute die hier ausgebildet wurden, in Hannover bleiben.”

Auch die TUI Info tec hält auf dem Messestand ein paar Faltzettel mit Jobangeboten bereit. “Wer TUI hört, denkt meist an Reisen und nicht an Technik”, sagt die Sprecherin Daniela Ennulat. Dabei beschäftigt der Dienstleister 350 Mitarbeiter in Hannover, die meisten von ihnen im IT-Bereich. “Wir würden uns durchaus mehr Bewerber wünschen”, sagt Ennulat und hofft am besucherstarken Sonnabend noch viele Fachkräfte zu erreichen.

Von Anne Grüneberg

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