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CeBIT 2013 Neues Smartphone für die SMS-Kanzlerin
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20:43 05.03.2013
Von Frerk Schenker
Die SMS-Kanzlerin hat auf der CeBIT ihr potenzielles neues Handy getestet. Quelle: dpa
Hannover

Angela Merkel ließ sich das neue Blackberry Z10 vorführen und probierte auch selbst aus, wie man zwischen dem privaten und dem besonders geschützten geschäftlichen Bereich wechseln kann. Die Kanzlerin soll voraussichtlich zum Sommer erstmals ein hochsicheres Smartphone bekommen. Zur Auswahl stehen das Gerät von Blackberry und dem Düsseldorfer Sicherheits-Spezialisten Secusmart, das sie in Hannover in der Hand hielt, sowie eine Lösung der Telekom-Tochter T-Systems auf Basis von Samsungs Galaxy. Einen Kommentar ließ sich die Kanzlerin dazu aber nicht entlocken.

Es ist eine Pflichtübung für die Kanzlerin. Wenn die CeBIT ihre Türen öffnet, ist Angela Merkel zur Stelle - damit hält es sie nicht anders als ihre Vorgänger.  Erst steht traditionell die feierliche Eröffnung der IT-Messe im Kuppelsaal in Hannover an, tags drauf folgt der Rundgang über das CeBIT-Gelände. Doch wie schon am Montagabend macht Merkel auch beim Besuch auf dem Messegelände am Dienstagvormittag deutlich: Die Zukunft der IT-Branche hat sie zur Chefsache gemacht.

Merkel ist in Begleitung von Donald Tusk, Premier des Partnerlandes Polen, auf die CeBIT gekommen. Sie wirkt aufgeräumt an diesem Vormittag, scherzt mit den Ausstellern - und sie fragt nach, lässt sich nicht mit simplen Antworten abspeisen. Immer wieder zeigt sie, was ihr in Hannover am Herzen liegt: die jungen, kreativen Köpfe in der IT-Branche. Am Montagabend hatte Merkel bei der CeBIT-Eröffnung für bessere Rahmenbedingungen für Start-ups geworben. Daran knüpft sie jetzt an. "Wir wollen Europa zu einem kraftvollen IT-Standort machen." Das sei jedoch nur möglich, wenn man jungen Unternehmen eine Chance gebe. Zusammen mit Donald Tusk, Premierminister des CeBIT-Gastgeberlandes Polen, wolle sie bei der Europäischen Kommission für ihr Anliegen werben.

Schüler entwickeln Roboter und überraschen Kanzlerin

Ganz im Sinne der Kanzlerin dürfte die Präsentation von drei jungen Schülern sein, die am Stand von SAP selbst entwickelte Roboter vorstellen. Diese sollen Rettungskräften künftig einmal bei der Verteilung von Hilfsgütern in Katastrophengebieten helfen. Die Naturwissenschaftlerin Merkel ist sichtlich angetan. Wie lange sie denn für die Programmierung benötigt hätten, hakt sie nach. "Zwei Wochen", antwortet das Duo - und erntet überraschte Blicke von Merkel und Tusk.

Auch bei Microsoft haben sie die Ausführungen der Kanzlerin tags zuvor offenbar noch im Hinterkopf. Deutschland-Chef Christian Illek ehrt im Beisein der politischen Prominenz junge App-Entwickler - darunter den 14-jährigen Felix, der daheim zwei Programme für Windows-Smartphones geschrieben hat. Als Preis gibt es ein neues Tablet Surface Pro, was ungehend die Kanzlerin auf den Plan ruft. "Ist das etwa Ihr Gerät?", fragt Merkel ein wenig überrascht. Illek schaut kurz betreten drein - um dann der Kanzlerin zu erklären, dass Microsoft jetzt auch Hardware produziere.

Es wird ein entspannter Rundgang, obwohl sich vieles von dem, was Merkel und Tusk an diesem Vormittag zu sehen bekommen, im Virtuellen abspielt. Dass manches nur schwer zu fassen ist, veranlasst Merkel am Stand der Software AG zu einer launigen Bemerkung veranlasst. Man müsse schon ein bisschen Fanatasie mitbringen, wenn es um Cloud und Big Data geht. "Aber da Sie jedes Jahr was neues mit auf die CeBIT bringen, glaube ich, dass ihre Mitarbeiter etwas sinnvolles machen."

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