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Hannover Messe VW zeigt auf Hannover Messe Vision und Realität der E-Autos
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20:31 05.04.2011
Von Lars Ruzic
Auf der Messe zeigt Volkswagen Vision und Realität der E-Autos: Der Bulli ist noch eine Studie. Den E-Caddy schickten VWN-Chef Wolfgang Schreiber (Zweiter von links) und die Projektpartner am Dienstag auf die Straße. Quelle: Rainer Surrey

Die hannoversche Konzerntochter präsentierte mit dem E-Caddy ein Fahrzeug, das sich im täglichen Einsatz der Partner bewähren muss. „Im Bereich der Elektromobilität profiliert sich derzeit eine ganze Reihe von Städten“, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil, „wir machen das ganz praktisch und rational.“

Während die ungezählten E-Mobilprojekte in nahezu allen Metropolen und auch kleineren Städten allerdings noch Zeit benötigen dürften, bis die Fahrzeuge tatsächlich wirtschaftlich im Einsatz seien, „wird uns das sehr schnell gelingen“, sagte Weil. Tatsächlich seien gerade Stadtlieferwagen prädestiniert für elektrische Antriebe, ergänzte VWN-Chef Wolfgang Schreiber. Der Großteil dieser Fahrzeuge fahre nicht mehr als 50 Kilometer am Tag, komme durch das viele Halten und Anfahren aber auf Durchschnittsgeschwindigkeiten von 5 Kilometern pro Stunde und Durchschnittsverbräuchen von gut 35 Litern auf 100 Kilometer. Gleichzeitig verbrächten die Fahrzeuge die Nacht stets im selben Betriebshof – wo die Elektrovariante künftig problemlos aufgeladen werden könne.

Die elektrischen „Zapfsäulen“ dafür kommen von den Stadtwerken Hannover, einem der Projektpartner. Konzernchef Michael Feist versprach, man werde sicherstellen, dass die Ladesäulen nur Strom aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung stellen. Die Stadtwerke sollen drei der sieben Caddys übernehmen, die bis zum Jahresende zunächst an die Partner ausgeliefert werden. Weitere Fahrzeuge nutzen Grünflächenamt und IT-Service der Stadtverwaltung, die Deutsche Messe AG auf ihrem Gelände und die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH).

VWN-Chef Schreiber sprach von einem „wichtigen Meilenstein für die Entwicklung nachhaltiger Mobilität im Segment der leichten Nutzfahrzeuge“. Man wolle „wertvolle Erfahrungen“ zur Wirtschaftlichkeit solcher Fahrzeuge sammeln. Die Ersten sind die Hannoveraner hierbei allerdings nicht. Ford und die Stadt Köln testen schon länger elektrobetriebene Modelle des Kleintransporters Transit. Die Batterie für den Ford wie auch für den Caddy ist übrigens auch aus Hannover – sie kommt von Johnson Controls. Im Gegensatz zu den anderen Partnern kann der VWN-Nachbar nur (noch) nicht so laut darüber reden – Zuliefererschicksal.

Am zweiten Tag der Hannover Messe stellt die Windkraftbranche ihre modernen Technologien vor. Auch Solartechnik-Anbieter zeigen ihre neusten Innovationen. Die Betreiber haben zu Beginn des Messetages außerdem darauf hingewiesen, dass der Branche zusehends die Fachkräfte ausgingen. Nur eine bundesweite Bildungsstrategie könne Abhilfe schaffen.

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