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IAA Nutzfahrzeuge 2010 Krone wächst schneller als der Markt
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17:03 22.09.2010
Von Stefan Winter
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Krone-Geschäftsführer Gero Schulze Isfort suchte ein Bild, um zu beschreiben, wie sich die Hersteller von Lkw-Aufliegern im Herbst 2008 fühlten: „Stellen Sie sich einen Aufzug im zehnten Stock vor, und dann schneidet einer das Seil durch.“ Er hat auch ein Bild für die aktuelle Lage: „Jetzt kriechen wir auf den Brustwarzen wieder hoch.“ In dieser Branche ist man so etwas gewöhnt, Schulze Isfort blickt nicht auf die Treppe, sondern nach oben und sieht „blauen Himmel“.

Die Aufliegerhersteller traf die Rezession schlagartig, und Krone, in Europa die Nummer zwei hinter Schmitz Cargobull, machte keine Ausnahme. Doch das Familienunternehmen mit Zentrale im niedersächsischen Spelle hat mit den Landmaschinen eine wichtige zweite Sparte, die weit weniger unter der Krise litt. So gab es für den Gesamtkonzern im Ende Juli beendeten Geschäftsjahr 2009/10 nur einen kleinen Verlust, und die Eigenkapitalquote liegt immer noch bei 50 Prozent.

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Mit 9000 weltweit verkauften Trailern sei das Geschäft im vergangenen Jahr praktisch um ein Jahrzehnt zurückgefallen, sagte Schulze Isfort. Jetzt werden für das laufende Jahr 14.000 Stück angepeilt, das sei allerdings „konservativ“ geschätzt.

Der Trend der vergangenen Monate sei noch deutlich stärker, „aber niemand weiß, ob das nachhaltig ist“, sagte Schulze Isfort. Der Export, größtes Problem in der Krise, steige wieder spürbar. Der deutsche Markt habe sich dagegen durchgängig als stabil erwiesen. Krone wächst nach seinen Aussagen zurzeit deutlich schneller als der Markt.

Krone habe auch in der Krise in Innovationen investiert, betonte Schulze Isfort. So sei man gut vorbereitet auf „das Thema, unter dem die gesamte IAA steht“: Effizienz. Unter anderem präsentiert Krone zusammen mit MAN und Michelin den „Energy Efficient Truck“. Der 38-Tonner hat nur zwei Aufliegerachsen und damit geringen Rollwiderstand. Zusammen mit einigem Feinschliff spare das 20 Prozent Sprit oder 7500 Euro pro Jahr, rechnete Schulze Isfort vor. Außerdem werden leichtere Trailer mit entsprechend größerer Nutzlast gezeigt und ein „Ecopackage“, das vor allem die Aerodynamik verbessert.