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Tierwohllabel: Niedersachsen fordert Pflicht zur Kennzeichnung von Fleisch

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00:22 17.06.2019
Wie wurden die Tiere bis zum Schlachten gehalten? Darüber soll ein staatliches „Tierwohllabel“ bei Fleisch Aufschluss geben. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Hannover

Niedersachsen will erreichen, dass die geplante neue Kennzeichnung von Fleisch – ähnlich wie bei Eiern – bundesweit verpflichtend eingeführt wird. Eine entsprechende Bundesratsinitiative haben das Agrarministerium und die Regierungsfraktionen von SPD und CDU angekündigt. Nach Ansicht von Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) geht das von der Bundesregierung geplante freiwillige „Tierwohlkennzeichen“, das Aufschluss über die Haltungsbedingungen geben soll, nicht weit genug. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will, dass Supermarktkunden Schweinefleisch aus besserer Tierhaltung ab 2020 an einem neuen staatlichen Logo erkennen können.

Ministerium: Anregungen wurden nicht berücksichtigt

Niedersachsen kritisiert an dem Bundesvorschlag, dass das Logo nicht obligatorisch sei. Zudem müssten die Kriterien mit anderen Tierwohllabeln abgestimmt werden, die schon existieren. „Die Anregungen, die wir in den vergangenen Monaten sehr oft gegenüber Berlin gemacht haben, sind nicht berücksichtigt worden, deshalb starten wir jetzt die Bundesratsinitiative“, sagte Ministeriumssprecherin Natascha Manski.

Auch CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer sprach sich für eine Kennzeichnungspflicht aus. „Wenn sich Verbraucher und Landwirt in einer solch wichtigen Frage endlich einmal einig sind, dann sollte man als Politik ganz klar formulieren, dass wir das wollen und machen.“ Die Grünen schlossen sich an. „Wir brauchen in ganz Deutschland ein verbindliches Tierwohllabel mit sehr klaren und umfassenden Vorgaben für die Tierhaltung“, erklärte Fraktionsvize Miriam Staudte.

Kommentar: Agrarland Nummer eins geht voran

Von Marco Seng

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