Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wirtschaft Wirtschaftsaussichten für 2020: Die Optimisten liegen vorn
Nachrichten Wirtschaft

Umfrage des IW zur Wirtschaft 2020: Die Optimisten liegen vorn

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 27.12.2019
„Die Unsicherheit wird hoch bleiben“: Das Institut der deutschen Wirtschaft hat 48 Wirtschaftsverbände befragt. Quelle: dpa
Frankfurt/Berlin

Nach kräftigem Gegenwind im Jahr 2019 haben sich die Aussichten für das kommende Jahr in Teilen der deutschen Industrie wieder etwas aufgehellt. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 48    Wirtschaftsverbänden hervor. „Es ist ein zarter Hoffnungsschimmer, aber noch keine Entwarnung“, sagt Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen IW. „Die Unsicherheit wird hoch bleiben“, meint der Experte.

„Das Bild insgesamt ist zwar mau. Ein schwerer Konjunktureinbruch wie im Jahr 2009 während der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich aber nicht ab“, meint Hüther. Bauwirtschaft und Privatkonsum seien weiter robust, der Arbeitsmarkt stabil. Für 2020 rechnet das IW mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Europas größter Volkswirtschaft um 0,9 Prozent – 2018 lag das Wachstum noch bei 1,5 Prozent.

Für das kommende Jahr dominieren die Optimisten die Pessimisten. Der Umfrage zufolge gehen 19 Verbände von einer etwas höheren Geschäftstätigkeit der Mitgliedsfirmen als 2019 aus. Ein kräftiges Plus wird allerdings in keiner Branche erwartet. Zwölf Verbände rechnen mit sinkender Produktion, der Rest geht von unveränderten Geschäften aus.

Zu den Optimisten zählen unter anderem die Bauindustrie und die Immobilienwirtschaft, die von der boomenden Wohnungsnachfrage profitieren. Das Handwerk, Handel, Versicherungen und teilweise auch Banken sind den Angaben zufolge ebenfalls zuversichtlich.

Die Herausforderungen bleiben zugleich groß: Internationale Handelskonflikte, Digitalisierung, Strukturwandel und Konjunkturabkühlung verunsichern und belasten die Geschäfte. So gaben 32 von 48 Verbänden an, dass die wirtschaftliche Situation der Firmen zur Jahreswende 2019/2020 schlechter sei als vor einem Jahr. Dies betrifft den Angaben zufolge besonders große und exportorientierte Branchen wie etwa die Autoindustrie. Maschinenbau sowie Stahl- und Metallverarbeitung erwarten weitere Produktionsrückgänge.

Mit weniger Beschäftigten im Jahresschnitt als 2019 rechnen Kreditinstitute sowie die Versicherungswirtschaft. Im Bergbau sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft schlage sich der Kapazitätsabbau infolge der Energiewende nieder.

Von RND/dpa

Die Versicherungsgruppe VHV in Hannover ist mit dem ablaufenden Geschäftsjahr zufrieden, auch wenn das Rekordergebnis von 2018 nicht wieder erreicht wurde. Die 3120 Mitarbeiter erhalten mindestens zwei Monatsgehälter als Bonus.

18.12.2019

Deutsche Geldhäuser haben in den vergangenen Jahren Tausende Geschäftsstellen geschlossen. Dies birgt jedoch eine Gefahr – denn viele Kunden legen Wert auf einen direkten Kontakt zu den Mitarbeitern am Ort. Oftmals hapert es jedoch an der Qualität der Beratung, meint Jens Heitmann.

17.12.2019

Die Zustimmung der EU-Kommission zur Finanzspritze für die Nord/LB ist nach den Worten von Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) ein „großer Meilenstein zum Erhalt der Bank“. Die Grünen im Landtag kritisieren jedoch, dass ein gutes Geschäftsmodell immer noch nicht in Sicht sei.

06.12.2019