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Digitale Werbung mit der HAZ Mediabox
Digitale Werbung mit der HAZ Mediabox
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14:32 10.03.2015
Die Geschäftsführer von heinekingmedia:Kristian Kretschmer (v.l.), Johannes Harries und Andreas Noack bieten FirmenLösungen an, die ihre Kommunikation digitaler gestalten wollen.
Die Geschäftsführer von heinekingmedia:Kristian Kretschmer (v.l.), Johannes Harries und Andreas Noack bieten Firmen Lösungen an, die ihre Kommunikation digitaler gestalten wollen. Quelle: Eberstein
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Hannover

Uwe Klingenberg hat viele Ideen, wie er digitale Werbung künftig in seinem Möbelgeschäft einsetzen will. Viereinhalb Lkw-Ladungen mit Design­klassikern sind zurück von der Berlinale in Hannover. Der Möbelhändler hat das Filmfestival mit Stühlen, Barhockern und Tischen ausgestattet. Nun werden die kaum benutzten Möbel zum reduzierten Preis im Laden auf dem Expo-Gelände verkauft. Oft wissen die Kunden nicht, auf welchen Events die Liebhaberstücke gestanden haben. Das will Klingenberg ändern: Über einen Flachbildschirmfernseher mitten im Laden kommuniziert er diese kleinen, aber durchaus verkaufsfördernden Details: „Ist doch toll, wenn die Kunden wissen, dass vielleicht George Clooney oder Nicole Kidman auf dem Stuhl gesessen haben.“

Der Möbelhändler und -vermieter Klingenberg ist gerade dabei, sein Marketing digitaler zu gestalten. Neben einem neuen Internetauftritt hat er seit Ende Februar direkt im Geschäft die HAZ Mediabox im Einsatz. Über den Bildschirm, der mit der integrierten Technik mit dem Internet verbunden ist, laufen regionale Nachrichten der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und überregionale des Senders N24. Diese kombiniert Klingenberg mit Werbung in eigener Sache. Er zeigt zum Beispiel Gebrauchsanweisungen für Drehstühle, Produktwerbung der Hersteller und berichtet, welche Events die Firma jüngst ausgestattet hat: Formel 1, Tennis, Cebit oder eben die Berlinale.

Klingenberg liegt mit seiner Strategie im Trend. Unternehmen investieren zunehmend in digitale Kommunikation. Dabei ist die Firma heinekingmedia einer der wichtigsten Anbieter auf dem Wachstumsmarkt für „Digital Signage“, so lautet die griffigere Bezeichnung für den Einsatz digitaler Werbe- und Medieninhalte. Dafür gibt es viele Instrumente. Das junge Unternehmen aus Landesbergen bei Nienburg, an dem die MADSACK Mediengruppe als Herausgeberin der HAZ beteiligt ist, hat etwa das System für die Mediabox entwickelt. Aber bekannt geworden ist das Team um die Geschäftsführer Andreas Noack, Johannes Harries und Kristian Kretschmer mit dem Digitalen Schwarzen Brett (DSB).

Bundesweit 6500 Schulen ausgestattet

Heinekingmedia hat mit dem System bundesweit 6500 Schulen ausgestattet und ist damit Marktführer auf diesem Gebiet. Das Digitale Schwarze Brett ersetzt dort die analogen Pinnwände, an denen früher Vertretungspläne aus Papier hingen. Jetzt schauen Tausende Schüler auf Flachbildschirme oder auf ihr Handy, ob der Unterricht ausfällt. Denn die passende DSB-App hat heinekingmedia gleich mit entwickelt.

Auch Unternehmen tauschen zunehmend den Zettelaushang in den Fluren gegen das Digitale Schwarze Brett aus. „Im Bereich der Unternehmenskommunikation sehen wir noch viel Potenzial“, sagt Geschäftsführer Noack. Firmen nutzen lieber Bildschirme, die in Kantinen und Eingängen hängen, um Speisepläne und Mitarbeitermitteilungen zu veröffentlichen. Kunden wie Condor, Gabor Shoes, Siemens, Volvo und VW setzen das DSB bereits für ihre Mitarbeiterkommunikation ein.

Die HAZ Mediabox funktioniert als Kommunikationsmittel etwas anders. Sie eignet sich für kleine und mittelständische Firmen wie Friseure, Bäcker, Cafés oder Arztpraxen mit hoher Besucherfrequenz. Kunden kommen jeden Tag ins Geschäft - und müssen oft erst einmal warten. Diese Zeit lässt sich gewinnbringend verschönern: mit Nachrichten, Unternehmensinformationen und Produktangeboten. „Durch den Wechsel der Inhalte wird die Aufmerksamkeit deutlich erhöht“, erklärt heinekingmedia-Geschäftsführer Noack. Läuft dagegen auf einem Bildschirm eine Nachrichtensendung ohne Ton im Hintergrund, wenden sich Kunden schnell wieder ab.

Der Mix aus Nachrichten und Werbung hält aber nicht nur die Kunden bei Laune, auch die Unternehmen profitieren - und zwar erheblich. Eine Studie hat nachgewiesen, dass 40 Prozent aller Kaufentscheidungen im Geschäft getroffen werden. Dabei lässt sich der Umsatz von beworbenen Produkten im Laden um 33 Prozent steigern.

Höhere Einnahmen, das ist nicht der einzige Grund, warum sich Uwe Klingenberg für die Mediabox entschieden hat. Wer angesagte Designermöbel verkauft, braucht auch eine zeitgemäße Kommunikation - und die ist nun einmal digital. „Kataloge sind das Arbeitsmittel von gestern“, sagt der erfolgreiche Geschäftsmann. Deshalb probiert Klingenberg gern neue Wege aus. An Ideen für den Mediabox-Einsatz mangelt es ihm nicht, auch nicht, wo der Bildschirm im Laden stehen soll: „Ich stelle mir einen Lounge­bereich mit hochwertigen Designklassikern vor.“ Bei Klingenberg warten die Kunden eben ganz entspannt.

Die HAZ Mediabox

Die HAZ Mediabox ist über die MADSACK Mediengruppe erhältlich. Der Konzern, der unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die HAZ Wirtschaftszeitung herausgibt, ist an heinekingmedia mit 25,1 Prozent beteiligt und kümmert sich um die Vermarktung. Firmenkunden können die Box für 29,90 Euro pro Monat im Ratenkauf erwerben, nach 36 Monaten ist sie bezahlt. Danach wird eine monatliche Gebühr von 15 Euro für die Nutzung der Nachrichten erhoben. Die Unternehmen können entweder die Mediabox zum Anschluss an vorhandene Bildschirme und TVs oder Bildschirme in unterschiedlichen Größen mit integrierter Technik erstehen. Über ein Programm steuern die Nutzer selbst, wie viel Nachrichten, Werbung und Informationen sie senden möchten. Selbst die Art der Inhalte (Politik, Sport, Kultur) und die Dauer der Sendeschleife liegen in ihrer Hand. Im Programm gibt es auch Designvorlagen zur Gestaltung von Werbung. Die HAZ Mediabox gibt es zunächst in der Region Hannover, bald auch in anderen Teilen Niedersachsens.

Von Jelena Altmann