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520 illegale Tötungen: Wilderer bedrohen das Überleben der Elefanten

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12:17 10.05.2019
In Botsuana leben derzeit über 130.000 Elefanten. Quelle: Charmaine Noronha/AP/dpa
Genf

Wilderei ist nach Einschätzung von Experten nach wie vor eine große Bedrohung für das langfristige Überleben der Elefanten in Afrika. „Das illegale Töten der afrikanischen Elefanten wegen ihres Elfenbeins bleibt eine bedeutsame Bedrohung für die Population der Tiere in den meisten Staaten“, sagte die Generalsekretärin des Artenschutzübereinkommens CITES, Ivonne Higuero, am Freitag in Genf nach der Analyse neuer Zahlen.

Untersuchungen zeigten, dass die Zahl der getöteten und eines natürlichen Todes gestorbenen Elefanten in einigen Staaten weiterhin zu hoch sei, um durch Geburten ausgeglichen zu werden. Im vergangenen Jahr seien in Afrika 1235 Elefanten-Kadaver untersucht worden. In 520 Fällen habe es sich um illegale Tötungen gehandelt, ergab die CITES-Analyse weiter.

Zahl der Elefanten auf 400.000 gefallen

Innerhalb von 100 Jahren sei die Zahl der Dickhäuter von rund zwölf Millionen auf nun etwa 400.000 gefallen. Zugleich habe sich die Bevölkerungszahl Afrikas in diesem Zeitraum auf gut 1,2 Milliarden verzehnfacht. Außer einer verstärkten Strafverfolgung von Wilderern müsse die internationale Gemeinschaft auch Wege finden, die die Interessen des Artenschutzes und die der lokalen Bevölkerung vereinen, so Higuero.

Beschlagnahmtes Elfenbein in Form der Stoßzähne von Elefanten wird in Kenia im Jahr 2016 demonstrativ im Nairobi National Park verbrannt. Das Wildern von Elefanten in Afrika ist nach Einschätzung von Experten nach wie vor eine große Bedrohung für das langfristige Überleben der Art. Quelle: Dai Kurokawa/EPA/dpa

Lesen Sie hier: Artensterben – Sind wir noch zu retten?

Das Artenschutzübereinkommen CITES soll den nachhaltigen internationalen Handel mit Tieren und Pflanzen sichern. Durch das Abkommen werden mehr als 35.000 Arten geschützt.

Noch kein neuer Termin für Artenschutz-Konferenz

Die für Ende Mai geplante CITES-Artenschutz-Konferenz in Sri Lanka wurde nach den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag abgesagt. Bei den Selbstmordanschlägen in der Hauptstadt Colombo, die die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich reklamierte, waren mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen. Ein neuer Termin für die Konferenz ist noch nicht bekannt.

Von RND/dpa

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