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Nachrichten Wissen Australien nimmt riesige Teleskopanlage in Betrieb
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12:25 05.10.2012
In Murchison an der Westküste Australiens sind 36 solcher Schüsseln auf Empfang geschaltet worden. Sie haben jeweils einen Durchmesser von zwölf Metern.
In Murchison an der Westküste Australiens sind 36 solcher Schüsseln auf Empfang geschaltet worden. Sie haben jeweils einen Durchmesser von zwölf Metern. Quelle: dpa
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Sydney

Australien hat am Freitag den ersten Teil der weltgrößten internationalen Teleskopanlage in Betrieb genommen. Die Gesamtanlage soll eines Tages den Blick ins All bis zurück zum Urknall ermöglichen. Sie könnte auch Signale aus der kosmischen Nachbarschaft empfangen - sollte es dort Leben geben.

In Murchison, 700 Kilometer nördlich von Perth an der Westküste Australiens, sind 36 Schüsseln auf Empfang geschaltet worden. Sie haben jeweils einen Durchmesser von zwölf Metern. Spezialkameras können damit eine 30 mal größere Himmelsfläche beobachten als es herkömmliche Technologie erlaubt, teilte die Forschungsorganisation CISRO mit.

Die Anlage „Australian Square Kilometer Array Pathfinder“ (ASKAP) wird Teil der Riesenteleskopanlage SKA, die 20 Nationen gemeinsam bauen. Nach einem Wettbewerb um den SKA-Standort bekamen Australien und Südafrika im Mai gemeinsam den Zuschlag. Auch in Neuseeland und mehreren afrikanischen Ländern sollen Antennen installiert werden.

„Forscher aus aller Welt stehen schon Schlange, um die Anlage zu nutzen, zusammen mit zehn ASKAP-Teams - das sind zusammen mehr als 700 Astronomen“, sagte CSIRO-Chefin Megan Clark. Die Anlage hat 140 Millionen australische Dollar (110 Millionen Euro) gekostet.

Das SKA (Square Kilometer Array - Quadratkilometerfeld) soll eines Tages aus 3000 Einzelantennen mit bis zu 15 Metern Durchmesser bestehen, die über Glasfaserleitungen verbunden sind. Dadurch entsteht eine Sammelfläche von einem Quadratkilometer.

Die Anlage soll Aufschluss über die ersten Sterne des Universums und die rätselhafte Dunkle Energie geben. Die Kosten der Gesamtanlage betragen 1,5 Milliarden Euro.

dpa

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