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Blut rettet Leben: Wissenswertes rund um die Blutspende

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12:57 12.06.2019
Am 14. Juni ist Tag der Blutspende. Er soll Menschen für das Thema sensibilisieren und zur Blutspende bewegen. Quelle: LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com
Hannover/Köln

Jedes Jahr wird am 14. Juni der Weltblutspendetag begangen. Dieser Tag soll Menschen auf die Wichtigkeit der Blutspende aufmerksam machen, da viele medizinische Maßnahmen ohne Blutspende gar nicht möglich wären. Jeder dritte Deutsche könnte spenden, nur drei Prozent tun es regelmäßig. Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie warnt vor einem Blutspendermangel. Denn je älter die Gesellschaft wird, desto schlimmer wird er.

Die wichtigsten Fakten im Überblick, erläutert von den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

Blutspende: Wer kann spenden?

Im Grunde jeder gesunde Erwachsene bis zu einem gewissen Alter. Wann genau Schluss ist, legen die jeweiligen Dienste selbst fest: Erstspender dürfen oft höchstens 65 sein, Routiniers auch älter, im Zweifel entscheiden die Fachleute vor Ort. Seit der letzten Blutspende muss zudem etwas Zeit vergangen sein - wie viel genau, ist je nach Art der Spende unterschiedlich.

Und wer darf Blut spenden und wer nicht?

Es gibt Menschen, die zwar gesund und im richtigen Alter für eine Blutspende sind, die aber vorübergehend ausgeschlossen sind: Schwangere zum Beispiel, frisch Geimpfte oder Reisende, die gerade in Risikogebieten für bestimmte Krankheiten waren. Auch wer häufig Sex mit unterschiedlichen Partnern hat, oder als Mann generell mit Männern, darf ein Jahr danach nicht spenden. Dauerhaft ausgeschlossen sind vor allem Menschen mit bestimmten Infektionen und Erkrankungen - Diabetiker zum Beispiel, die Insulin nehmen.

Blutspenden: Wie funktioniert es?

Spender müssen einen Fragebogen ausfüllen, werden ärztlich untersucht, dann folgt die Blutspende. Bei der klassischen Vollblutspende fließen 450 bis 500 Milliliter, das dauert nur ein paar Minuten. Danach dürfen sich Spender 20 bis 30 Minuten ausruhen, essen und trinken - insgesamt dauert der ganze Vorgang so etwa 45 bis 60 Minuten. Dazu gibt es weitere, teils aufwendigere Formen wie die Thrombozyten- oder die Plasmaspende.

Wie geht es mir nach der Spende?

Wer vorher und nachher ausreichend gegessen und getrunken hat, sollte die Spende gut überstehen. Auf Alkohol, Drogen und anstrengendes Training sollte man danach aber verzichten. Und wer sich ohnehin nicht ganz fit fühlt, lässt das Spenden an diesem Tag besser ganz.

Wie viel Geld bekomme ich für mein Blut?

Einen Imbiss und das gute Gefühl, etwas für die Mitmenschen getan zu haben. Bei manchen Diensten gibt es darüber hinaus auch eine Aufwandsentschädigung - manchmal bar, manchmal als Gutschein. Für die etwas aufwendigeren Spenden gibt es mehr Geld, teils auch nur für diese. Mehr als 50 Euro sind in der Regel aber ohnehin nicht drin.

Was passiert nach der Blutspende mit meinem Blut?

Das Blut wird untersucht und dann denen zur Verfügung gestellt, die es brauchen. Fast ein Fünftel kommt inzwischen bei der Krebsbehandlung zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete sind Herzerkrankungen, Verletzungen nach Unfällen oder Komplikationen bei einer Geburt. Erstspender erhalten nach der ersten Spende einen Ausweis. Damit lassen sich geleistete Blutspenden leichter nachverfolgen - das erleichtert beim nächsten Termin die Anmeldung.

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Von RND / dpa

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