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Nachrichten Wissen Brite Robert Edwards erhält Medizin-Nobelpreis
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11:56 04.10.2010
Für seine Erfindung der künstlichen Befruchtung wird Robert Edwards mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Für seine Erfindung der künstlichen Befruchtung wird Robert Edwards mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Quelle: ap
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Den Nobelpreis für Medizin erhält in diesem Jahr der britische Forscher Robert Edwards. Dies teilte das Nobelkomitee am Montag in Stockholm mit. Edwards entwickelte gemeinsam mit seinem 1988 verstorbenen Kollegen Patrick Steptoe die Befruchtung im Reagenzglas. Dabei werden Eizellen außerhalb des Körpers befruchtet und der Frau dann in die Gebärmutter eingepflanzt. Mit Hilfe dieser Forschungsarbeiten konnten seither Millionen unfruchtbare Paare Kinder bekommen. Der Nobelpreis für Medizin ist mit zehn Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotiert.

Die typische Form der künstlichen Befruchtung ist die In-Vitro-Fertilisation (IVF). Diese findet in einer kleinen Glasschale statt: Die der Frau nach einer Hormonbehandlung entnommenen reifen Eizellen werden dort mit den Spermien zusammengegeben. Nach zwei bis drei Tagen werden diese der Frau wieder eingepflanzt. Das erste auf diese Art entstandene „Retortenbaby“ wurde im Juli 1978 in Großbritannien geboren. Da die britischen Reproduktionsmediziner ihr Erfolgsgeheimnis zunächst nicht preisgaben, dauerte es noch bis April 1982, bis auch in Deutschland ein künstlich gezeugtes Kind geboren wurde.

Bis zum 8. Oktober werden auch die Preisempfänger für Physik, Chemie, Literatur und Frieden bekanntgegeben. Der Träger des erst später gestifteten Wirtschaftsnobelpreises wird am 11. Oktober bestimmt; diese Auszeichnung wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank im Einvernehmen mit der Nobel-Stiftung geschaffen. Die Preisverleihung erfolgt alljährlich am 10. Dezember, Nobels Todestag.

ap

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