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22:01 03.11.2015
In Deutschland sterben jedes Jahr rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Quelle: Marcus Führer
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Berlin

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) haben am Dienstag den Tabakatlas vorgestellt. Die wesentlichen Ergebnisse sind:

  • In Deutschland rauchen etwa 25 Prozent der Menschen über 18 Jahre.
  • Rund 30 Prozent der Männer rauchen, aber nur etwa 20 Prozent der Frauen.
  • Im Norden Deutschlands wird mehr geraucht als im Süden.
  • Die meisten Raucher leben in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bremen (Männer: jeweils mehr als 34 Prozent; Frauen: jeweils mehr als 22 Prozent). 
  • Die wenigsten Raucher leben in Bayern und Baden-Württemberg (Männer: jeweils um die 27 Prozent; Frauen: unter 19 Prozent).
  • In Niedersachsen rauchen 29,9 Prozent der Männer und 21,2 Prozent der Frauen.
  • Insgesamt sinkt der Tabakkonsum in Deutschland: Anfang der 90er Jahre rauchten bundesweit noch fast 37 Prozent der Über-14-Jährigen.
  • Der Rückgang ist auf den deutlichen Rückgang jugendlicher Raucher zurückzuführen. Bei Älteren bleiben die Werte relativ konstant.
  • 45 Prozent der Männer zwischen 60 und 64 Jahren rauchen täglich 20 Zigaretten oder mehr. Keine Altersgruppe raucht mehr.
  • 12 Prozent der 11- bis 17-Jährigen rauchen.
  • Mit zunehmendem Alter steigt der Raucheranteil unter den Jugendlichen: Bis zum Alter von 13 Jahren rauchen weniger als fünf Prozent. Bei den 17-Jährigen sind es mehr als 30 Prozent.
  • In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind 13,5 Prozent aller Todesfälle, die sich auf den Tabakkonsum zurückführen lassen.
  • In allen Bundesländern sterben mehr als doppelt so viele Männer als Frauen infolge des Rauchens.
  • In Niedersachsen lassen sich 20,3 Prozent aller Todesfälle von Männern auf das Rauchen zurückführen. In Bayern (17,6 Prozent) und Baden-Württemberg (17,4) ist der Anteil niedriger, in Berlin (22,6) und Bremen (22,9) höher.
  • Bei den Frauen ist der Anteil insgesamt niedriger – und auch in jedem Bundesland. Die Werte sind: Niedersachsen: 8,3 Prozent der Todesfälle, Bayern: 6,5 Prozent, Baden-Württemberg: 6,8 Prozent, , Berlin 10,9 Prozent, Bremen 9,3 Prozent.

Grafik: So viele Menschen rauchen in den einzelnen Bundesländern (Anteil der Männer und Frauen über 18 Jahre)

Rauchen kann Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen verursachen. Bei den Männern machen Krebserkrankungen 52 Prozent und bei den Frauen 41 Prozent der tabakbedingten Todesfälle aus. In den vergangenen Jahren wurde die Liste der durch das Rauchen mitverursachten Krankheiten unter anderem um Diabetes, Erektionsstörungen, Tuberkulose und weitere Krebsarten wie Leber- und Darmkrebs erweitert.

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wer/dpa/afp

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