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19:09 11.06.2015
Mit fast einem Monat Verspätung sind drei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation ISS wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Quelle: dpa
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Baikonur

Mit fast einem Monat Verspätung sind drei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation ISS wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Die Italienerin Samantha Cristoforetti, der Russe Anton Schkaplerow und der US-Amerikaner Terry Virts landeten am Donnerstag mit einer Sojus-Kapsel in der Steppe im zentralasiatischen Kasachstan. "Die Mannschaft fühlt sich gut", teilte die Flugleitzentrale bei Moskau der Agentur Tass zufolge mit. Die 38 Jahre alte Cristoforetti kam sogar mit einem Rekord zurück - sie ist jetzt die Frau mit dem längsten durchgehenden Aufenthalt im All.

Mit einem großen Fallschirm segelte die Sojus etwa 150 Kilometer südöstlich der Steppenstadt Scheskasgan zu Boden. Ein Bergungsteam half den Raumfahrern wenige Minuten nach der Landung aus der engen Kapsel. Die Sojus TMA-15M hatte rund dreieinhalb Stunden zuvor vom Außenposten der Menschheit in rund 440 Kilometern Höhe abgedockt.

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Die Landung war ursprünglich für den 14. Mai geplant gewesen, musste aber nach dem Absturz eines Raumfrachters vom Typ Progress Ende April verschoben werden. Durch die Panne blieben die drei Raumfahrer länger als geplant auf der ISS und Cristoforetti brach mit 199 Tagen einen Rekord - nie zuvor war eine Frau länger ohne Unterbrechung im All. Die in Mailand geborene Astronautin der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) war am 23. November (MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur aus zur ISS gestartet.

"Es war ein fantastischer Aufenthalt. Nun ist es Zeit, nach Hause zu gehen", schrieb Cristoforetti im Kurznachrichtendienst Twitter. Dazu stellte sie ein Abschiedsfoto. Bislang hielt die US-Astronautin Sunita Williams den Rekord mit 194 Tagen nonstop im All (2006/2007).

Zuletzt hatte eine Pannenserie die Raumfahrt belastet. Erst am Dienstag hatte es einen Zwischenfall mit der Sojus TMA-15M gegeben, die die Raumfahrer zurück zur Erde brachte. Ein Triebwerk zündete ungeplant und verschob die ISS leicht.

Auf der ISS arbeiten nun noch die russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und Michail Kornijenko sowie der US-Astronaut Scott Kelly. Der nächste bemannte Start zur Raumstation ist nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos für den 23. Juli geplant.

dpa

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