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Nachrichten Wissen Frankfurter Patient bei "bester Gesundheit"
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10:00 15.11.2015
Ein an Ebola erkrankter Patient wird am 03.10.2014 mit einem speziellen Krankenwagen zur Isolierstation der Uniklinik in Frankfurt am Main (Hessen) gebracht. Quelle: dpa (Archiv)
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Frankfurt/Main

Am 19. November 2014 wurde er als geheilt entlassen. "Der ehemalige Patient erfreut sich heute bester Gesundheit und steht noch in regelmäßigen Kontakt mit den Ärzten, die ihn in Frankfurt behandelt haben", sagte ein Sprecher der Uniklinik der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann war einer von ganz wenigen Ebola-Kranken, die während der Epidemie 2014 zur Behandlung nach Deutschland gebracht wurden: In Hamburg konnte ein Mann aus dem Senegal geheilt werden. Ein Patient, der in Leipzig behandelt wurde, überlebte die Krankheit nicht.

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Auch dem Mann aus Uganda ging es laut Klinikum bei seiner Ankunft am 3. Oktober sehr schlecht. Sein Zustand war «kritisch», er litt an einem Multiorganversagen. In Frankfurt bekam er unter anderem eine intensivmedizinische Therapie und ein experimentelles Medikament.

Wochenlang lag er auf der "Station 68", einer Sonderisolierstation mit Intensivbetten. Hochansteckende Patienten werden hinter einer Schleuse behandelt, hinter der Unterdruck herrscht. Das Personal trägt Ganzkörper-Schutzanzüge. Mehr als 30 Mitarbeiter pro Tag sind nötig, um einen einzigen Patienten zu versorgen.

Die Kosten für solche Fälle sind enorm. Die Uniklinik bezifferte die Behandlungskosten für den Ebola-Patienten auf 815 000 Euro. Wer diese Rechnung zahlt, war lange unklar. Inzwischen haben sich die Uniklinik und die italienische Hilfsorganisation, für die der Arzt tätig war, auf einen Vergleich geeinigt, die letzte Rate ist bereits beglichen.

dpa

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