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Nachrichten Wissen Einwohnerzahl Deutschlands schrumpt auf unter 82 Millionen
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10:40 04.11.2009
In Deutschland leben derzeit laut offizieller Statistik 81,9 Millionen Menschen. Quelle: ddp/Archiv
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Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, lag die Bevölkerungszahl nach vorläufigen Ergebnissen am 31. März bei 81,9 Millionen. Zu Jahresbeginn hatte sie rund 82,0 Millionen betragen, am Ende des ersten Quartals 2008 waren es noch 82,1 Millionen Einwohner.

Kurz nach der Wiedervereinigung Ende 1990 hatte Deutschland 79,8 Millionen Einwohner. Aufgrund der Zuwanderung nach der Öffnung der osteuropäischen Länder und des Bürgerkriegs in Jugoslawien stieg die Zahl 1996 auf 82,0 Millionen. Der höchste Bevölkerungsstand wurde 2002 mit 82,5 Millionen Einwohnern erreicht. Seitdem geht die Bevölkerung kontinuierlich zurück, da es mehr Sterbefälle als Geburten gibt und die rückläufige Zuwanderung das Geburtendefizit nicht ausgleichen kann.

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Zwischen März 2008 und März 2009 ging die Bevölkerungszahl um 260 000 Personen zurück, das ist ein Minus von 0,3 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus bei 124 000 Personen beziehungsweise 0,2 Prozent gelegen.

Eine abnehmende Bevölkerungszahl war nach vorläufigen Ergebnissen in allen Bundesländern außer den Stadtstaaten Berlin (plus 0,3 Prozent) und Hamburg (plus 0,5 Prozent) zu verzeichnen. Vor allem Sachsen-Anhalt (minus 1,3 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen waren zwischen März 2008 und März 2009 erneut von sinkenden Bevölkerungszahlen betroffen. Rückgänge gab es aber auch in Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, wo die Bevölkerung seit der Wiedervereinigung bisher durchgehend gewachsen war. Das zweitgrößte Flächenland Niedersachsen verlor in einem Jahr fast 26.000 Einwohner.

ddp/lni

Nicola Zellmer 03.11.2009
02.11.2009