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Wissen Feiertage im Februar 2019: Alle Fest- und Gedenktage im Überblick
Nachrichten Wissen Feiertage im Februar 2019: Alle Fest- und Gedenktage im Überblick
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09:38 13.02.2019
Welche Feiertage stehen im Februar an, und warum gibt es in manchen Bundesländern mehr gesetzliche Feiertage? Mit unserer Übersicht sind Sie immer informiert. Quelle: action press
Hannover

Alle Jahre wieder bestimmen Feiertage unsere Freizeit- und Urlaubsplanung. Mitunter ist es jedoch schwierig, den Überblick darüber zu behalten, welche Feiertage in welchem Bundesland gelten. Zumal es immer wieder vorkommt, dass Feiertage in einzelnen Bundesländern hinzukommen oder wegfallen.

Die Zahl der Feiertage variiert von Bundesland zu Bundesland. Das führt dazu, dass es in manchen Ländern mehr gesetzliche Feiertage gibt als in anderen. In Bayern etwa gibt es mit 13 Feiertagen die meisten, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und, seit kurzem, Berlin zählen dagegen nur zehn.

Im EU-Vergleich liegt Deutschland übrigens mit durchschnittlich elf Feiertagen im unteren Bereich. Spitzenreiter sind Belgien und Lettland, wo es ganze 17 Feiertage gibt. In England, Irland und Wales können sich die Menschen hingegen nur über acht gesetzliche Feiertage freuen.

Alle gesetzlichen Feiertage in Deutschland im Überblick

An dieser Stelle informieren wir Sie monatlich über alle gesetzlichen Feiertage beziehungsweise Fest- und Gedenktage des aktuellen Monats. Darüber hinaus finden Sie eine Übersicht über alle festen, beweglichen und „stillen“ Feiertage des Jahres.

Eine Auswahl der kuriosesten Feiertage, die es in einem jeweiligen Monat gibt, finden Sie hier.

Feiertage im Februar 2019

Der Februar zählt zu den feiertagsärmsten Monaten in Deutschland. Zumindest was gesetzliche Feiertage betrifft. Davon gibt es nämlich genau null. Fest- und Gedenktage hingegen schon. Der wohl bekannteste unter ihnen ist der Valentinstag, der jedes Jahr auf den 14. Februar fällt.

Valentinstag: Donnerstag, 14. Februar 2019

Zum modernen Brauchtum gehört, dass sich Liebespaare am 14. Februar gegenseitig beschenken. In vielen Ländern ist der Valentinstag deshalb auch als „Tag der Liebenden“ bekannt.

Nach Deutschland gelangte der Valentinstag über Umwege: Mit US-Soldaten gelangte der Brauch nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu uns, wo er sich alsbald zu einem inoffiziellen, aber allgemein beliebten „Feiertag“ entwickelte.

Doch nicht nur Liebespaaren, auch Blumenhändlern geht an diesem Tag das Herz auf: Um den Valentinstag herum steigt der Umsatz bei vielen Händlern nämlich um satte 500 Prozent im Vergleich zu einem gewöhnlichen Verkaufstag.

Weiberfastnacht: Donnerstag, 28. Februar 2019

Ebenfalls kein gesetzlicher Feiertag ist Weiberfastnacht am 28. Februar. Hierbei handelt es sich um einen regionalen Festtag, der in vielen Gegenden Deutschlands den Beginn des Straßenkarnevals markiert.

Weiberfastnacht findet immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Je nach Region gibt es unterschiedliche Bräuche, die sich um den Festtag herum entwickelt haben. Auch wenn hierzu keine Verpflichtung besteht, geben einige Arbeitgeber ihren Angestellten an Weiberfastnacht frei.

Gesetzliche Feiertage

Die Festlegung gesetzlicher Feiertage ist in Deutschland Ländersache. Das heißt, dass jedes Bundesland selbst entscheiden kann, welche Tage zu gesetzlichen Feiertagen erklärt werden.

In der Regel stimmen sich die einzelnen Länder untereinander ab, etwa um die Ferienplanung zu koordinieren und ein Verkehrschaos zu vermeiden. Einzig der 3. Oktober ist als Nationalfeiertag bundeseinheitlich als gesetzlicher Feiertag festgelegt. Somit haben am Tag der Deutschen Einheit alle Menschen in Deutschland frei.

Wer an gesetzlichen Feiertagen dennoch arbeitet, dem stehen laut Arbeitsrecht Ersatzruhetage zu. Darüber hinaus zahlen viele Arbeitgeber freiwillig Feiertagszuschüsse. Geregelt wird das allerdings vertraglich individuell, nicht pauschal per Gesetz.

Für die Festlegung gesetzlicher Feiertage ist die Unterscheidung zwischen religiösem oder kirchlichem und politischem Feiertag irrelevant. Zudem sind Sonntage mit gesetzlichen Feiertagen arbeitsrechtlich gleichgestellt. Aus diesem Grund werden Ostersonntag und Pfingstsonntag gemeinhin nicht zu den gesetzlichen Feiertagen in Deutschland gezählt.

Ausnahmen bestehen hingegen in Brandenburg, wo auch Oster- und Pfingstsonntag als offizielle Feiertage gehandelt werden. In Hessen gelten laut hessischem Feiertagsgesetz sogar alle Sonntage als gesetzliche Feiertage, wodurch das Bundesland Spitzenreiter in der Gesamtanzahl gesetzlicher Feiertage ist.

Feste und bewegliche Feiertage

Gesetzliche Feiertage werden zusätzlich in bewegliche und feste Feiertage unterteilt. Als bewegliche Feiertage gelten solche, deren Daten flexibel sind, also Jahr für Jahr an unterschiedlichen Daten stattfinden. Meist handelt es sich hierbei um Feiertage, die im sogenannten Kirchenjahr liegen und durch den Mondkalender bestimmt werden. Fast alle beweglichen Feiertage richten sich nach dem Ostersonntag, der selbst auf kein festes Datum fällt.

Bewegliche gesetzliche Feiertage 2019:

18. April: Gründonnerstag (schulfrei in Baden-Württemberg)

19. April: Karfreitag (bundesweit)

21. April: Ostersonntag (Brandenburg, Hessen)

22. April: Ostermontag (bundesweit)

30. Mai: Himmelfahrt (bundesweit)

9. Juni: Pfingstsonntag (Brandenburg, Hessen)

10. Juni: Pfingstmontag (bundesweit)

20. Juni: Fronleichnam (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, gebietsweise in Sachsen und Thüringen)

20. November: Buß- und Bettag (Sachsen, schulfrei in Bayern)

Feste oder nicht-bewegliche Feiertage sind folglich solche, die immer auf dasselbe Datum fallen, also jedes Jahr an demselben Datum stattfinden. Auch hier entscheidet jedes Bundesland darüber, ob es sich um einen gesetzlichen Feiertag handelt.

Zu den festen gesetzlichen Feiertagen in Deutschland zählen:

1. Januar: Neujahr (bundesweit)

6. Januar: Heilige Drei Könige, Dreikönigstag oder Erscheinungsfest (Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt)

1. Mai: Erster Mai, Tag der Arbeit oder Arbeiterfeiertag (bundesweit)

15. August: Mariä Himmelfahrt (Saarland und teilweise in Bayern)

1. November: Allerheiligen (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland)

31. Oktober:
Reformationstag (Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, in Baden-Württemberg schulfrei)

25. und 26. Dezember: Weihnachten (bundesweit)

Gesetzliche Feiertage: Welche Besonderheiten gibt es?

Eine Besonderheit gibt es in Augsburg, wo jährlich am 8. August das Augsburger Hohe Friedensfest stattfindet. Durch diesen, auf das Augsburger Stadtgebiet beschränkten, gesetzlichen Feiertag ist Augsburg die Stadt mit den meisten Feiertagen (14) in Deutschland.

Auch Berlin nimmt seit 2019 eine Sonderstellung ein. In der Hauptstadt hat man den 8. März als weiteren und somit zehnten gesetzlichen Feiertag eingeführt. Damit ist Berlin das einzige Bundesland, in dem der Internationale Weltfrauentag ein gesetzlicher Feiertag ist.

Sind Heiligabend und Silvester gesetzliche Feiertage?

Heiligabend und Silvester zählen nicht zu den gesetzlichen Feiertagen. Es handelt sich also um gewöhnliche Arbeitstage. Allerdings gilt in vielen Bereichen nur eine eingeschränkte Arbeitspflicht. In den meisten Betrieben arbeiten die Beschäftigten also nur einen halben Tag, häufig nur bis zwölf Uhr.

Stille Feiertage

Mit dem Begriff „stille Feiertage“ sind all jene Feier- und Gedenktage gemeint, an denen es besondere Einschränkungen im öffentlichen Raum gibt. So darf an einigen stillen Feiertagen in manchen Bundesländern nicht getanzt werden. In der Regel fallen unter das sogenannte „Tanzverbot“ auch andere öffentliche Veranstaltungen wie Sportveranstaltungen. Geregelt wird das Tanzverbot in den jeweiligen Feiertagsgesetzen der Bundesländer.

Bundesweit als stille Feiertage gelten der Karfreitag, der Volkstrauertag und der Totensonntag. Allerdings variieren die Zeiträume, innerhalb derer die Tanzverbote gelten, je nach Bundesland.

Darüber hinaus gelten in folgenden Bundesländern zeitlich unterschiedlich begrenzte Tanzverbote an einigen stillen Feiertagen:

Baden-Württemberg: Gründonnerstag, Karsamstag, Allerheiligen, Buß- und Bettag

Bayern: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karsamstag, Allerheiligen, Buß- und Bettag, Heiligabend

Brandenburg: Karsamstag, Heiligabend

Hamburg: Karsamstag

Hessen: Neujahr, Gründonnerstag, Karsamstag, Ostersonntag und -montag, Himmelfahrt, Pfingstsonntag und -montag, Fronleichnam, Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtstag

Mecklenburg-Vorpommern: Karsamstag, Heiligabend

Niedersachsen: Gründonnerstag, Karsamstag, Allerseelen (nur in Gegenden mit mindestens 40 Prozent katholischer Bevölkerung), Heiligabend

Nordrhein-Westfalen: Gründonnerstag, Karsamstag, Allerheiligen, Heiligabend

Rheinland-Pfalz: Gründonnerstag, Karsamstag, Ostersonntag, Allerheiligen, Heiligabend, 1. Weihnachtstag

Saarland: Gründonnerstag, Karsamstag, Allerheiligen, Allerseelen, Buß- und Bettag, Heiligabend

Sachsen: Buß- und Bettag

Sachsen-Anhalt: Buß- und Bettag, Heiligabend

Schleswig-Holstein: Karsamstag

Thüringen: Heiligabend

Von RND/pf

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