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17:46 16.08.2013
Schimpanse Cooper überraschte die Forscher von der Universität Bern mit seinen Schwimmkünsten. Quelle: dpa Symbolbild
Bern

Menschenaffen galten bislang weitgehend als Nichtschwimmer. Jetzt haben Forscher erstmals per Video wissenschaftlich dokumentiert, dass Schimpansen und Orang-Utans in der Lage sind, Schwimmen und sogar das Tauchen zu lernen. Die beiden Versuchstiere hätten „eine Art Brustschwimmen anstelle des bei den meisten Landtieren üblichen Hundepaddelns“ vorgeführt, berichteten die Evolutionsforscher Renato und Nicole Bender von der Universität Bern am Freitag.

Die Ergebnisse würden darauf hindeuten, „dass die spezifischen Schwimmbewegungen von Menschen und Menschenaffen durch ein früheres Leben auf Bäumen bedingt sind“. Die von den Wissenschaftlern gefilmten Menschenaffen wuchsen in menschlicher Obhut in den USA auf. „Wir waren extrem überrascht, als der Schimpanse Cooper in einem Schwimmbecken in Missouri unzählige Male unter Wasser tauchte und sich dabei sehr wohl zu fühlen schien“, berichtete Nicole Bender.

Auch der Orang-Utan Suryia, den die Forscher in einem Zoo in South Carolina filmten, sei einzigartig in seiner Schwimm- und Tauchfähigkeit. Es gebe zwar bereits mindestens einen älteren Film von diesem schwimmenden Oran-Utan, räumte die Forscherin ein. Dieser stamme aber von den Affen-Besitzern selbst und sei keine wissenschaftliche Dokumentation. Auch Affenarten, die nicht zu den Menschenaffen zählen, waren früher schon beim Schwimmen gefilmt worden.

Im Gegensatz zu Menschenaffen nutzen die meisten anderen Landtiere für ihre Fortbewegung im Wasser das Hundepaddeln, das eng mit ihrer üblichen Fortbewegung an Land zusammenhängt. Menschen und Menschenaffen hingegen müssten das Schwimmen erlernen, betonten die Forscher. Jedoch gebe es zwischen ihnen in Bezug auf das Schwimmen einen großen Unterschied: Viele Menschen fühlten sich vom Wasser angezogen, Menschenaffen hingegen seien eigentlich wasserscheu.

Die wissenschaftliche Beschreibung dieses Verhaltens mit Videodokumentation ist nun im Fachjournal „American Journal of Physical Anthropology“ erschienen.

dpa

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