Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Forscher und Greenpeace starten Arktis-Expedition
Nachrichten Wissen Forscher und Greenpeace starten Arktis-Expedition
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:24 12.05.2010
Die größten „Reagenzgläser“ der Welt werden in Kiel auf das Greenpeace-Schifft „Esperanza“ verladen. Quelle: dpa

Die Wissenschaftler nutzen dafür eine weltweit einmalige Anlage: 50 000 Liter Meerwasser fasst jeder der neun Kunststoffschläuche, die in knapp acht Meter lange Auftriebskörper eingehängt werden und sich erst im Wasser auf 17 Meter Länge entfalten. Die Forscher können damit den Einfluss von Umweltveränderungen dort untersuchen, wo sie die größten Risiken für die Ökosysteme im Meer erwarten, erläuterte am Mittwoch Projektleiter Prof. Ulf Riebesell vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften. An diesem Freitag startet die Expedition.

Die Arktis gilt als besonders gefährdet. Die Erderwärmung wird hier nach Überzeugung der Wissenschaftler die Umweltbedingungen drastisch ändern. Aber nicht nur der Klimawandel mache der Arktis zu schaffen, auch die fortschreitende Ozeanversauerung treffe den Arktischen Ozean härter als andere Regionen. „Aus Laborexperimenten wissen wir bereits, dass insbesondere Flügelschnecken, ein wichtiges Bindeglied im arktischen Nahrungsnetz, sehr empfindlich auf Ozeanversauerung reagieren“, schilderte Riebesell. Jetzt wollen die Kieler Forscher gemeinsam mit Wissenschaftlern aus elf europäischen Instituten mit ihren schwimmenden „Reagenzgläsern“ direkt in der Arktis untersuchen, welche Konsequenzen die Ozeanversauerung für arktische Lebensgemeinschaften hat.

Sie kooperieren zum ersten Mal mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace: Deren 80 Meter langes Schiff „Esperanza“ wird die Forschungsausrüstung nach Spitzbergen transportieren. „Eine der letzten fast unberührten Regionen dieser Welt ist am stärksten vom Klimawandel betroffen“, sagte Greenpeace-Meeresbiologin Iris Menn. Es müssten langfristig Daten in der Arktis erhoben werden. „Nur so lassen sich Klimamodelle in ihrer Vorhersagekraft verbessern.“ Um den Klimawandel aufzuhalten und die Arktis zu bewahren, müsse der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent vermindert werden.

dpa

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass die meisten Alltagsentscheidungen von der Frau getroffen werden, während der Mann den Entschluss akzeptiert. Hat der Mann wenigstens Mitspracherecht, wenn es darum geht, dem Alltag mit einer Reise zu entfliehen?

12.05.2010
Wissen Alarmierender UN-Bericht - Jeden Tag sterben 130 Lebensarten aus

Sie kämpfen ums Überleben – nicht nur einzeln, sondern auch als ganze Arten. Viele werden diesen Kampf verlieren, wie ein UN-Bericht zeigt: Eisbären, Tiger, Orang-Utans oder Pandabären könnten bald völlig von der Erde verschwunden sein. Bereits jetzt sterben jeden Tag 130 Arten aus.

12.05.2010

Der kalte Frühling hat dramatische Folgen für die Vogelwelt: Viele junge Meisen sind in ihren Nistkästen erfroren.

11.05.2010