Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen „Free Willy“-Gesetz verbietet Gefangenschaft von Walen und Delfinen
Nachrichten Wissen

„Free Willy“-Gesetz verbietet Gefangenschaft von Walen und Delfinen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:45 11.06.2019
Soll bald Vergangenheit sein: Ein Weißstreifendelfin springt aus dem Wasser bei einer Delfinshow im kanadischen Vancouver Aquarium. Quelle: Moritz Wolf/imago images
Vancouver/Hannover

Kanadas Unterhaus hat eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die es illegal macht, Wale, Delfine oder andere Tümmler in Gefangenschaft zu halten. Verstöße sollen mit Geldstrafen von bis zu 150.000 US-Dollar geahndet werden, wie der Sender CNN berichtet.

Der Gesetzentwurf war bereits 2015 eingereicht worden und trägt den Spitznamen „Free Willy“-Gesetz – benannt nach dem Film von 1993, in dem ein Junge einen Killerwal aus einem US-Vergnügungspark befreit.

„So etwas Fantastisches passiert nie in Eile. Aber heute feiern wir, dass wir die Gefangenschaft und Zucht von Walen und Delfinen beendet haben“, twitterte die Tierrechtsgruppe Humane Canada.

Es wird erwartet, dass die Gesetzesvorlage in Kraft tritt, nur die „königliche“ Zustimmung der britischen Monarchie fehlt noch. Auch die Grüne Partei Kanadas feierte die Entscheidung. „Diese intelligenten, sozialen Säugetiere werden jetzt dort leben, wo sie hingehören – im Ozean“, heißt es von der Partei. Dutzende von Unterstützern der Gesetzesvorlage nutzten den Hashtag #emptythetanks, um in den sozialen Medien zu feiern.

Ausnahmen und „Bestandsschutz“

Die Gesetzesvorlage sieht Ausnahmen vor, wenn die Tiere gerettet werden sollen, sich in Rehabilitation befinden, für wissenschaftliche Forschung zugelassen sind oder wenn dies im Interesse des Tieres liegt.

Außerdem: Einrichtungen, die vor Verabschiedung des Gesetzes Delfine oder Wale gehalten haben, dürfen dies weiterhin. Das bedeutet auch, dass beispielsweise Orcas aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung noch zwei Jahrzehnte in den kleinen Becken von Seaworld und Co. in Gefangenschaft leben müssen.

Lesen Sie auch:
Bedrohung für Wale: Krach von Industrie wirkt 2000 Kilometer weit

Von Sonja Fröhlich/RND

Das nächste Flugtaxi steht in den Startlöchern: Aachener Forscher wollen das elektrohybride Kleinflugzeug Silent Air zur Serienreife entwickeln und produzieren lassen. Im Betrieb soll es dann so günstig sein wie ein Bahnticket Erster Klasse.

11.06.2019

Große Überraschung bei der Erforschung des Mini-Planeten Ceres: Aus den Kratern ragt ein 4000 Meter hoher Berg hervor – so groß, wie der höchste Berg der Alpen. Die Forscher haben dafür auch eine Erklärung.

11.06.2019

Die rasante Entwicklung der Technik machte es möglich: Von einer verschollenen Goldauflage der Himmelsscheibe von Nebra sind jetzt neue Goldspuren entdeckt worden – und auch eine Kuriosität kam zum Vorschein.

11.06.2019