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Fronleichnam 2019: In diesen Bundesländern hat man heute frei

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17:23 20.06.2019
Messdiener auf einer Eucharistiefeier zu Fronleichnam auf dem Augustusplatz in Leipzig im Jahr 2016. Am Fronleichnamsfest feiern Katholiken die Gegenwart Jesu Christi. Quelle: Sebastian Willnow/dpa
Hannover

Für Katholiken ist Fronleichnam ein wichtiger religiöser Feiertag. Die Gläubigen feiern eines der bedeutendsten Sakramente der katholischen Kirche: die Eucharistie, also die Gegenwart Jesu Christi.

Welche Bedeutung das sogenannte Hochfest hat und wo in Deutschland an Fronleichnam nicht gearbeitet werden muss, lesen Sie hier.

Wann findet Fronleichnam statt?

Fronleichnam findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten beziehungsweise 60 Tage nach Ostern statt. 2019 fällt das Fronleichnamsfest somit auf den 20. Juni.

Das sind die nächsten Termine von Fronleichnam:

• 11. Juni 2020

• 3. Juni 2021

• 16. Juni 2022

• 8. Juni 2023

• 30. Mai 2024

Wo ist Fronleichnam ein Feiertag?

Fronleichnam ist ein gesetzlicher Feiertag in acht Bundesländern. In zwei davon, Sachsen und Thüringen, jedoch nur in bestimmten Gemeinden. Die Festlegung von Feiertagen ist in Deutschland den Ländern überlassen. Einzig der 3. Oktober ist ein bundesweit festgeschriebener, gesetzlicher Feiertag.

In diesen Bundesländern ist Fronleichnam ein gesetzlicher und somit arbeitsfreier Feiertag:

Baden-Württemberg

• Bayern

Hessen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

• Sachsen (gebietsweise)

Thüringen (gebietsweise)

In den eher protestantisch geprägten, nördlichen und nordöstlichen Bundesländern ist Fronleichnam dagegen kein Feiertag.

Übrigens: Da Fronleichnam immer auf einen Donnerstag fällt, bietet sich ein Brückentag für ein langes Wochenende an. Lesen Sie hier, welche weiteren Brückentage 2019 möglich sind.

Doch der Brückentag hat auch seine Kehrseite: Das verlängerte Wochenende trägt dazu bei, dass es auf deutschen Fernstraßen voll wird. Ferienstarts in Brandenburg und Berlin tun ihr Übriges.

Fronleichnam: Was bedeutet der Name?

Katholiken feiern Fronleichnam schon seit mehreren Jahrhunderten. Der Name leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort „vronlichnam“ ab. Gemeint ist damit der Leib („lichnam“) des Herrn („vron“). Fronleichnam bedeutet also so viel wie „Fest des Leibes Christi“. In einigen Regionen wird das Hochfest auch Prangertag oder Blutstag genannt.

Was feiert man an Fronleichnam?

Der Ursprung des Fronleichnamsfestes ist eher im letzten Abendmahl zu finden. Am Gründonnerstag kam Jesus zum letzten Mal mit seinen zwölf Aposteln zusammen. Als er Brot und Wein mit den Jüngern teilte, sprach er die Worte: „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“.

In der sogenannten Eucharistie wird die Gestaltung des letzten Abendmahls durch einen dafür berechtigten Geistlichen nachgestellt: Am Ende der Heiligen Messe nehmen die Gläubigen Jesus in Form des verwandelten Brotes, der Hostie, und Weines zu sich. An Fronleichnam feiern Katholiken deshalb nicht nur die Erinnerung sondern auch die Lebendigkeit Jesu Christi.

Prozession an Fronleichnam

In vielen katholischen Gemeinden werden an Fronleichnam aufwendig gestaltete Prozessionen abgehalten. Bei diesen Umzügen, die im Anschluss an die Gottesdienste beginnen, trägt der Geistliche der Kirchengemeinde die Monstranz mit der Hostie, also dem symbolischen Leib Christi, durch die Straßen. Dabei singen und beten die Mitglieder und feiern, dass Jesus bei ihnen ist.

Von pf/RND

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